31.03.2016, 17:01 Uhr

Willem C. Vis Moot Court 2016 Osnabrücker Jurastudenten in Wien unter den Besten

Kehrten mit einer „ehrenvollen Erwähnung“ vom Willem C. Vis Moot Court 2016 zurück: Die Osnabrücker Jurastudenten (von links) Peter Herzog, Marko Andjic, Merle Balki, Maximilian Krenzin, Ida Rüffer und Franziska Hoffmann. Foto: Michael GründelKehrten mit einer „ehrenvollen Erwähnung“ vom Willem C. Vis Moot Court 2016 zurück: Die Osnabrücker Jurastudenten (von links) Peter Herzog, Marko Andjic, Merle Balki, Maximilian Krenzin, Ida Rüffer und Franziska Hoffmann. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Mit deutscher Gründlichkeit zum Sieg: Sechs Jurastudenten der Universität Osnabrück haben es mit ihrem Klägerschriftsatz beim Willem C. Vis Moot Court 2016 in Wien unter die 20 besten Teams geschafft. Die Gerichtssimulation gilt als einer der wichtigsten und prestigeträchtigsten Hochschulwettbewerbe auf dem Gebiet des internationalen Wirtschaftsrechts.

Monatelang hatten sich die angehenden Juristen auf die mehrtägige Veranstaltung vorbereitet und dafür einen riesigen Berg Literatur gewälzt. Jetzt gab es den Preis für so viel Fleiß: Mit ihrer schriftlichen Ausarbeitung des Falls setzten sich die Osnabrücker gegen die meisten der insgesamt 311 Teams aus aller Welt durch und ernteten eine „honorable mention“, eine ehrenvolle Erwähnung. „Für uns ist das ein großer Erfolg“, sagt ihr Betreuer Piotr Kwiatkowski vom European Legal Studies Institute (Elsi) der Universität.

Im mündlichen Teil des Wettbewerbs reichte es trotz größter Anstrengungen diesmal leider nicht für eine Auszeichnung. Denn der Willem C. Vis Moot Court findet auf Englisch statt, und traditionell liegen hier die Muttersprachler weit vorn. Dennoch konnten sich die Osnabrücker über „reichlich positives Feedback“ seitens der Schiedsrichter freuen. (Weiterlesen: Osnabrücker Jurastudenten gehören erneut zu den Landesbesten)

Selbstbewusstsein getankt

Denn Gewinnen sei nicht alles, findet Kwiatkowski: „Für mich als Coach ist es viel wichtiger, dass unser Team sich selbstbewusst geschlagen und vor allem das internationale Kaufrecht gründlich kennengelernt hat.“ Im verhandelten Fall ging es um die Klage eines Kunden gegen einen Weinhändler. Dieser war seiner Bestellung wegen eines Ernteausfalls nicht nachgekommen, hatte aber einen anderen Kunden beliefert.

In diesem Jahr wurde der Willem C. Vis Moot Court bereits zum 23. Mal ausgetragen. Die Universität Osnabrück ist seit der Gründung des Elsi vor 13 Jahren dabei.


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