18.03.2016, 18:00 Uhr

Engagement in der Sterbebegleitung Hardinghaus erhält Verdienstkreuz in Osnabrück

Für sein außerordentliches Engagement im Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin ist dem Mediziner Winfried Hardinghaus (rechts) das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert überreichte das Kreuz im Friedenssaal des Rathauses. Foto: Egmont SeilerFür sein außerordentliches Engagement im Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin ist dem Mediziner Winfried Hardinghaus (rechts) das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert überreichte das Kreuz im Friedenssaal des Rathauses. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Der Mediziner Winfried Hardinghaus hat für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement im Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen bekommen. Das Kreuz wurde ihm im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert überreicht.

„Wenn eines feststeht: Es ist einfach zu viel der Ehre“, sagte Hardinghaus gerührt nach der Verleihung des Verdienstkreuzes. Im gleichen Atemzug gab er die Ehre weiter an die zahlreichen Einrichtungen und ehrenamtlichen Helfer in der Hospiz- und Palliativmedizin. Vor allem vor den „unersetzbaren“ ehrenamtlichen Mitarbeiter, die er in ihrer „Unermüdlichkeit“ kennen- und schätzengelernt habe, ziehe er seinen Hut, sagte der Arzt weiter.

Das Kreuz gerne tragen

Darüber hinaus dankte er den Patienten für ihr Vertrauen in schweren Zeiten. Auch richtete er das Wort an seine Wegbegleiter und seine ebenfalls anwesende Familie. Besonderen Dank sprach er seiner Frau aus, für ihre Unterstützung auf seinem „langen Berufsweg“. Mit Gottes Segen werde er das Kreuz gerne tragen. „Und ich tue das jetzt einfach ein Stück für Sie mit“, beendete der Mediziner seine Dankesrede.

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Eine Vorreiterrolle eingenommen

„Sie haben einen enormen Beitrag geleistet, Sterben und Tod zu enttabuisieren“, betonte Oberbürgermeister Griesert. Hardinghaus habe eine Hospiz- und Palliativmedizin in Deutschland etabliert, in der auch die Nöte der Angehörigen im Fokus stehen. Er habe zu einer Rückbesinnung auf die Würde des Menschen – auch im Sterben – beigetragen. Vor allem durch die Gründung des Palliativ‐ und Hospizprojektes „Spes Viva“ 1994 und die Ausbildung der ersten ehrenamtlichen Mitarbeiter habe er eine Vorreiterrolle eingenommen. Nicht nur Osnabrück, sondern ganz Deutschland habe von seiner Fürsorge profitiert, sagte der OB. So wurde das Modell „Spes Viva“ bundesweit in 15 Krankenhäusern übernommen.

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Auswahl beruflicher Stationen

Hardinghaus ist unter anderem Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und Chefarzt der Klinik für Palliativmedizin des Frankziskus-Krankenhauses in Berlin. Ferner ist er Dozent an der Universität Osnabrück und stellvertretender Vorsitzender der dortigen Ethikkommission. Außerdem war Hardinghaus Chefarzt für Innere Medizin und Ärztlicher Direktor des Krankenhaus St. Raphael Ostercappeln und Franziskus-Hospital Harderberg in Georgsmarienhütte.

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