29.01.2016, 17:29 Uhr

Unternehmen trennt sich von Franchisenehmer Burgerkette Hans im Glück in Osnabrück schließt

Hans im Glück am Osnabrücker Nikolaiort. Foto: Sven KienscherfHans im Glück am Osnabrücker Nikolaiort. Foto: Sven Kienscherf

Osnabrück. Erst vor zwei Monaten öffnete die Burgerkette Hans im Glück eine Filiale in Osnabrück. Ab März ist es schon wieder vorbei mit dem Burgerglück in Osnabrück. Das Unternehmen hat sich überraschend von dem Franchisenehmer Patrick Junge getrennt, der die Filiale in Osnabrück betreibt.

Am 16. November öffnete Hans im Glück eine Filiale am Nikolaiort und löste Begeisterung bei den Osnabrückern aus. In den sozialen Netzwerken freuten sich unsere Leser über den gastronomischen Zuwachs in der Hasestadt. Wer sich in den folgenden Tagen von den Gourmet-Burgern überzeugen wollte, musste an manchen Tagen vor der Tür anstehen.

Alleingänge und Abweichungen

Am Freitag gab die Hans im Glück Franchise GmbH trotz des Erfolges die Trennung von der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH unter Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Patrick Junge bekannt. Junge betreibt insgesamt zwölf Burgergrills, unter anderem den in Osnabrück. „Die Unternehmensführung um Gründer und Geschäftsführer Thomas Hirschberger sah sich aufgrund zahlreicher Alleingänge und Abweichungen vom Franchisekonzept durch Patrick Junge zu diesem Schritt gezwungen“, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Franchise-Nehmer Junge bestätigte die Trennung, nannte als Grund allerdings „ernsthafte und endgültige Erfüllungsverweigerung des Franchise-Gebers“. Die Zusammenarbeit endet am 31. März 2016.

Was bedeutet die Trennung für Osnabrück?

Hans im Glück wird es nach der Trennung in der Form in Osnabrück nicht mehr geben. Die Gastronomie am Nikolaiort wird von der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH weitergeführt. Da sich die Hans im Glück Franchise GmbH mit Paniceus nicht über eine Übernahme der von ihm betriebenen Restaurants einigen konnte, werde es eine Namensänderung und ein neues Konzept geben. Auch die für die Burgerkette typische Einrichtung mit den Birkenstämmen werde geändert. Laut Paniceus-Geschäftsführer Junge wolle man mit dem bestehenden Team weiterarbeiten. Alle Arbeitsplätze im Unternehmen blieben erhalten, Verträge mit Lieferanten und Vermietern würden erfüllt. Das bisherige Hans im Glück wird bis Anfang März 2016 uneingeschränkt fortgeführt.

Die Hans im Glück Franchise GmbH wolle die Expansion in Norddeutschland zukünftig selber verantworten, heißt es seitens des Unternehmens. Feste Pläne für eine neue Filiale in Osnabrück gibt es laut dem Unternehmen noch nicht. Es lägen zwar Anfragen von Franchise-Partnern vor, diese müssten jedoch noch geprüft werden.


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