16.10.2015, 12:53 Uhr

Lars Jülicher in Gütersloh erfolgreich Osnabrücker ist Landesmeister im Friseur-Wettbewerb

Auch unter Zeitdruck erfolgreich: Der 22 Jahre alte Lars Jülicher aus Osnabrück ist Nordwestdeutscher Meister und Niedersachsenmeister 2015 im Friseurhandwerk geworden. Foto: Elvira PartonAuch unter Zeitdruck erfolgreich: Der 22 Jahre alte Lars Jülicher aus Osnabrück ist Nordwestdeutscher Meister und Niedersachsenmeister 2015 im Friseurhandwerk geworden. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Ein Haarschnitt kann aus einem Menschen einen völlig neuen Typ machen. Lars Jülicher aus Osnabrück gehört zu den besten Friseuren in Deutschland. Der 22-jährige überzeugte bei der Nordwestdeutschen Meisterschaft der Friseurverbände Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Gütersloh mit seiner Kreativität und seinem Können und wurde Nordwestdeutscher Meister und Niedersachsenmeister im Damenfach.

„Mein Herz hat komplett aus meiner Brust heraus gepocht und ich war total überwältigt“, beschreibt Lars Jülicher seine Gefühle in dem Augenblick, in dem er zum Nordwestdeutschen Meister und Niedersachsenmeister gekürt wurde. Seit etwa fünf Jahren nimmt er regelmäßig an Wettbewerben teil und gehört zu den besten Friseuren in Deutschland.

Ein Trendhaarschnitt mit Frisur am Modell und das Umstyling des Trendshaarschnitts am selben Modell hießen die Aufgaben im Wettbewerb. 45 Minuten Zeit hatten die Teilnehmer für den Haarschnitt, das Farbkonzept und das erste Styling, das Umstyling musste bereits innerhalb von sieben Minuten erfolgen. Dabei kam es also nicht nur auf Kreativität und das handwerkliche Geschick an, sondern auch auf die Fähigkeit, unter extremen Zeitdruck arbeiten zu können.

Friseur aus Leidenschaft

Lars Jülicher trainiert für die Wettbewerbe bereits seit fünf Jahren mindestens einmal die Woche, kurz vor den Wettbewerben sogar täglich. „Klar ist das manchmal stressig, aber es lohnt sich“, so der Friseurgeselle, der seit 2014 im Salon Hagemann & Schneider in Osnabrück arbeitet. Man lerne sehr schnell unter Zeitdruck zu arbeiten und bekomme auch ein viel besseres Gefühl für das Haar. „Außerdem bekommt man sehr viel Input und wenn man den Wettbewerb dann gewinnt, dann hat sich die Arbeit auf jeden Fall gelohnt.“

Seit seinem ersten Lehrjahr nimmt er an Wettbewerben teil und konnte bereits einige Erfolge verzeichnen. So gewann er zum Beispiel den Praktischen Leistungswettbewerb (PLW) auf Landesebene und erhält ein Stipendium für die Weiterbildung zum Meister.

Lars Jülicher ist Friseur aus Leidenschaft: „Ich liebe die Kreativität an dem Beruf. Wir verpassen den Menschen nicht nur einen neuen Haarschnitt, sondern schicken sie auch mit mehr Selbstbewusstsein nach Hause.“ Für seine Frisuren lässt er sich überall inspirieren, zum Beispiel aus der Kunst, der Mode oder der Natur. Um für die Wettbewerbe zu üben, braucht er immer wieder freiwillige Haarmodels, die sich auf seine Ideen einlassen. Dafür geht er auch schon einmal durch die Innenstadt und spricht die Menschen direkt an.

Zum Meisterkurs

Heute gehört der 22-jährige zu den besten Friseuren in Deutschland. Auch in Zukunft möchte er weiter an den unterschiedlichen Wettbewerben teilnehmen. Außerdem fängt der Friseur im Januar mit seinem Meisterkurs an. „Viel Freizeit bleibt da nicht, aber ich bekomme viel Unterstützung von Herrn Schneider und meinen Kollegen, die wirklich stolz auf mich sind“, erzählt Lars Jülicher: „Ich kann nur jedem Friseur empfehlen, auch einmal an einem Wettbewerb teilzunehmen.“


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