30.07.2015, 15:20 Uhr

Wacken 2015 Schlamm und Regen: Osnabrücker meldet Land unter in Wacken


Osnabrück. Der Osnabrücker Matthias Lohmöller watet derzeit durch den Schlamm vom Wacken Open Air. Von dort meldet er am Donnerstag „Land unter“. Fast alles stehe unter Wasser. Lohmöller ist auf dem Festival als Tontechniker im Einsatz.

Am Donnerstag ist das Gelände eine einzige Schlammwüste, wie Lohmöller gegenüber unserer Redaktion berichtet. „Der Zeltplatz ist komplett abgesoffen. Die Veranstalter empfehlen, am Donnerstag nicht mehr mit dem Auto anzureisen. „Es gibt keine trockene Stelle mehr .“ Paletten liegen auf einigen Wegen, damit man halbwegs trockenen Fußes von A nach B gelangt. Viel helfen tut das aber nicht. Bis Lohmöller hinter das Mischpult muss, will er versuchen, sich möglichst im Trockenen aufzuhalten. (Weiterlesen: Wacken 2015 live im TV und Internet: Termine und Streams)

„Dummerweise habe ich keine Gummistiefel dabei, sondern nur ein Paar Wanderschuhe. Aber denen traue ich nicht so ganz, die sind schon ziemlich hinüber.“ Auch wenn der Regen an den Nerven fresse: „Die Stimmung ist trotzdem gut.“ Lohmöller: „Es ist alles sehr, sehr herzlich und alle gehen cool miteinander um.“

„Extrem professionelles Team“

Für Lohmöller ist es das erste Mal Wacken. „Auf großen Festivals zu mischen, macht einfach Spaß. Auch wenn die Bedingungen schwieriger sind.“ Vor allem bei Wind sei das Mischen deutlich anspruchsvoller. Je nachdem, wo man im Publikum stehe, komme ein anderer Sound an. Bei kleinen Events, auf denen es nicht so voll ist, verschafft Lohmöller sich einen Eindruck, wie der Sound an den Ohren des Publikums ankommt, indem er sich unter die Menge mischt. „Das ist bei einem Festival dieser Größenordnung nicht möglich, weil es auch so voll ist und die Fläche so riesig.“ Angetan ist er von der Organisation des Festivals. „Das Team an der Bühne ist extrem professionell.“

Matthias Lohmöller mischt seit 20 Jahren Bands ab. Ihm gehört das Studio DocMaKLang. In Wacken steht er für die Band Mr. Hurley & Die Pulveraffen hinter dem Mischpult. Die Combo kommt ebenfalls aus Osnabrück. „Zwei Alben hat die Band bei mir im Studio produziert“, berichtet Lohmüller. Während des Festivals in Wacken haben sie insgesamt drei Auftritte. Das erste Set hat die Band am Mittwoch gespielt. „Obwohl sie eine der ersten Bands waren, die an dem Tag auf der Bühne stehen, war der Andrang rekordverdächtig.“ Lohmöller schätzt, dass etwa 10.000 Leute vor der Bühne standen.


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