27.06.2015, 15:12 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Inklusion inklusive Erfolgreiche Premiere „AWO rennt“ in Osnabrück

AWO-rennt: So sah es beim Vorbereitungslauf aus. Foto: Egmont SeilerAWO-rennt: So sah es beim Vorbereitungslauf aus. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Pünktlich um 11 Uhr zählten die Läufer laut runter bis zum Startschuss, dann ging es los mit der ersten Runde des Tages durch den waldigen Hörner Bruch: Zum ersten Mal richtete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Osnabrück am Samstag in Sutthausen ihren Lauftag aus - Motto: „AWO rennt - gelebte Inklusion“.

202 Sportbegeisterte meldeten sich vorab an, über 250 gingen schließlich an den Start. „Das würden wir gern noch weiter ausbauen, unser Ziel waren 500 Teilnehmer“, sagte Axel Wichmann, der als Fachbereichsleiter Jugend und Familie der AWO die Idee für den Lauf hatte. Dennoch zeigte er sich zufrieden mit der Resonanz auf die Pilotausgabe der Veranstaltung.

„Wir wollten einen inklusiven Lauf machen, der für alle offen ist, unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Behinderungen“, sagte der stellvertretende AWO-Geschäftsführer Martin Fromme. So war unter anderen die Bersenbrücker Paul-Moor-Schule Kooperationspartner, von der auch Schüler am Lauf teilnahmen.

Um möglichst viele Sportler mitzunehmen, gab es die Möglichkeit, in verschiedenen Disziplinen zu starten: Laufen oder Walking über 5 Kilometer, Kinderlauf über 1000 Meter und als Königsklasse des Tages Halbmarathon über 21 Kilometer.

Aus Sonnenanbeter-Sicht ließ das Wetter zwar stark zu wünschen übrig. Aber Langstreckenläufern kommen milde Temperaturen und gelegentlicher, kühlender Regen durchaus zugute - so gesehen spielte das Wetter also mit. Im ersten Lauf über 5 Kilometer siegte bei den Damen Kerstin Biekötter von Marathon Ibbenbüren, sie schaffte die Strecke in 23:46 Minuten. Bei den Männern lief Dominik Franke von der SG Diepholz in 20:11 auf den ersten Platz.

Aufmerksamkeit schaffen für soziale Arbeit

Neben dem Aspekt der Inklusion gehe es auch darum, Aufmerksamkeit zu schaffen für soziale Arbeit generell, erläuterte Axel Wichmann den Hintergrund des Laufs.  Sportveranstaltungen seien dafür besonders geeignet. Er kennt sich in der Materie aus: der Läufer und Triathlet organisierte für seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Heilpädagogische Hilfe in Bersenbrück, sieben Mal den Paul-Moor-Benefiz-Lauf, an dem schon über 1000 Menschen teilnahmen.

Mit Unterstützung vieler Helfer brachten die Organisatoren die erste Ausgabe von AWO rennt glatt über die Bühne. Rot-Weiß Sutthausen stellte für die Läufer Duschen und Umkleiden zur Verfügung, die örtliche Jugendfeuerwehr bereicherte das Rahmenprogramm mit Wasserspielen. Die Percussiongruppe „Bram-Ber-Ba-Hia“ mit Olli Borg und Mittelalter-Musiker Sonor Teutonicus rundeten den weniger schweißtreibenden Teil der Veranstaltung ab.

Als Schirmherr konnte man den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius gewinnen. Der war zwar nicht vor Ort, schickte aber ein Grußwort, in dem er die den Lauf lobte als „hervorragende Visitenkarte des gesamten AWO-Leistungsspektrums“.

Die Ergebnisse:

5 Kilometer Damen: Kerstin Biekötter (Marathon Ibbenbüren)

5 Kilometer Herren: Dominik Franke (SG Diepholz)

Halbmarathon Damen: Hannelore Horst (TV Georgsmarienhütte)

Halbmarathon Herren: Simon Janzen (LEX Bocholt Running Team)

Halbmarathon Staffel Damen: Jugendwohnen I

Halbmarathon Staffel Herren: ACTIVE Sportshop I

Halbmarathon Staffel Mixed: Laufrausch


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