16.06.2015, 14:00 Uhr

Schwieriger und schöner Spagat Julia Jessen liest am Montag in Osnabrück

Ihr Roman-Debüt wurde hoch gelobt. Am Montag liest Julia Jessen daraus in Osnabrück. Foto: Marion von der MehdenIhr Roman-Debüt wurde hoch gelobt. Am Montag liest Julia Jessen daraus in Osnabrück. Foto: Marion von der Mehden

Osnabrück. Julia Jessen hat ein bekanntes Gesicht. Sie spielte in verschiedenen Fernseh-Produktionen wie „Tatort“, „Küstenwache“ oder „Notruf Hafenkante“ mit. Mit dem Buch „Alles wird hell“ legte sie ein „ungewöhnliches Debüt mit einer eigenen, kraftvollen Sprache“ vor, wie das NDR Bücherjournal urteilte. Am Montag, 22. Juni, kommt Julia Jessen ins Blue Note und liest aus ihrem Erstling.

Julia Jessen hat ihr Literaturstudium abgebrochen, um eine Ausbildung als Schauspielerin zu absolvieren. Zehn Jahre arbeitete sie für Film und Fernsehen, spielte in mehreren TV- und Theaterproduktionen mit und unterrichtete an verschiedenen Schauspielschulen. Nun ist sie quasi zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und hat einen Roman geschrieben.

Ihr Buch beginnt mit dem Ende. Eine alte Frau, Oda ist ihr Name, blickt zurück auf ihr Leben. Es ist ein Leben, das den Konventionen getrotzt hat, aber auch von der Suche nach Glück geprägt wurde. In dem Roman geht Oda prägende Phasen ihres Lebens noch einmal durch. Sie erlebt noch mal, wie sie als Kind und Teenager die Welt kennen lernt und als Vierzigjährige einer Lebenslüge auf die Schliche kommt. Und wie sie an ihrem Lebensende ins Licht geht und alles hell wird.

Mit ihren ersten Roman gelingt Julia Jessen der schwierige Spagat, verschiedene Leserschichten auf sich zu vereinen. „Das großartige Debüt von Julia Jessen erzählt von den kleinen Momenten, die ein ganzes Leben ergeben, schrieb das Magazin „Freundin“. Die taz war ebenfalls angetan: „Mit seinem federnden Rhythmus zieht der Roman in die unberechenbare Gefühlswelt dieser Frau hinein… und plötzlich steht man mittendrin in einem fremden Leben, das man nicht so schnell wieder loswerden kann.“

Julia Jessen, Blue Note, Osnabrück, Mo., 22. 6., 20 Uhr, Eintritt: 7 Euro, Tel. 0541/600650.


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