11.05.2015, 08:15 Uhr

Wetter Trotz der Eisheiligen sommerliche Temperaturen

Trotz Eisheiligen: Zunächst wird fast schon sommerlich warm in Deutschland. Foto. dpaTrotz Eisheiligen: Zunächst wird fast schon sommerlich warm in Deutschland. Foto. dpa

Osnabrück. Schon der Name verheißt nichts Gutes: Die „Eisheiligen“, also die Tage zwischen dem 11. und dem 15. Mai. Polarlufteinflüsse können in dieser Zeit in Mitteleuropa noch letzte Kälteeinbrüche mit Frost bringen. In diesem Jahr wohl nicht: Zunächst wird fast schon sommerlich warm in Deutschland.

Unter Hochdruckeinfluss wird es laut DWD zu Wochenbeginn deutlich wärmere Luft herangeführt. Im Osnabrücker Land könnten die Temperaturen bis auf 25 Grad steigen. Ab Dienstag bestimmen dann Tiefausläufer das Wetter.

Einst waren die Eisheiligen gefürchtet, denn die Kälte fiel in eine besonders frostempfindliche Vegetationsperiode und konnte junge Pflanzen schädigen.

Indiz für den Klimawandel?

Wetteraufzeichnungen deuten an, dass die Kaltlufteinbrüche der zweiten Maidekade in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver waren als in der Gegenwart. Meteorologen werten das als mögliches Indiz für die Klimaerwärmung.

Bischöfe und Märtyrer

Die Bezeichnung Eisheilige geht auf den kirchlichen Heiligenkalender und die Kirchenfeste zurück, die das ländliche Leben lange prägten. Namensgeber sind Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert: Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophia (15. Mai), auch „kalte Sophie“ genannt. In einigen Regionen wird allerdings Mamertus nicht als Eisheiliger gezählt, in anderen fehlt Sophia.


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