20.12.2014, 11:07 Uhr

Ein Becher vom Herrn Innenminister Auf einen Glühwein mit Boris Pistorius

Den Glühwein auf dem heimatlichen Weihnachtsmarkt lässt sich Boris Pistorius nicht entgehen. Foto: Dietmar KrögerDen Glühwein auf dem heimatlichen Weihnachtsmarkt lässt sich Boris Pistorius nicht entgehen. Foto: Dietmar Kröger

Osnabrück. Mit lieb gewonnenen Gewohnheiten muss und soll man nicht brechen. Und so hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius auch auf diesem Weihnachtsmarkt fortgesetzt, was er als Oberbürgermeister begonnen hat: Er hat an einem Nachmittag für die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück Glühwein verkauft.

Dementsprechend herzlich wurde der „Kollege“ von der Stammbesatzung begrüßt, als er nun zum Glühwein-Talk mit unserer Redaktion an die Stätte der guten Tat zurückkehrte. Der Innenminister sei zwar von vielen Gästen in ein Gespräch verwickelt worden, habe seinen Ausschankjob aber trotzdem mit Bravour gemeistert, war zu hören.

Überhaupt Osnabrück: Klar vermisse er sein schönes Büro im Rathaus mit Blick auf den Weihnachtsmarkt. „Aber ich gönne meinem Nachfolger Wolfgang Griesert die Aussicht von ganzem Herzen“, sagt Pistorius, um im direkten Anschluss daran seiner Heimatstadt noch ein dickes Lob auszusprechen. Es habe ihn sehr gefreut, wie positiv die Reaktionen zur Einrichtung einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge im ehemaligen Klinikum am Natruper Holz ausgefallen seien.

„Diese Reaktionen passen zu Osnabrück als Friedensstadt“, sagt Pistorius, der nach wie vor mit seiner Familie in Schinkel lebt und intensiv am Geschehen in der Heimat teilnimmt.

Dazu gehört natürlich auch der VfL Osnabrück. Und es kann keinen Glühweinplausch mit Niedersachsens Innenminister geben, ohne dass das Thema auf den Stehtisch kommt. Die harmonisch und konstruktiv verlaufene Wahl des neuen Präsidiums habe ihn positiv überrascht. Umso erfreulicher sei es aber, dass der Verein aus dieser guten Stimmung heraus die Aufgaben der Zukunft anpacken könne. Das sei definitiv ein guter Start für das Präsidium um Hermann Queckenstedt gewesen.

Bei so viel Verbundenheit zum heimatlichen Geschehen muss einfach die Frage erlaubt sein, wie es denn mit dem Job in Hannover so läuft. „Es macht nach wie vor unheimlich Spaß, ist enorm abwechslungsreich, und man kann auch dort sehr viel bewegen.“ Wie wahr. Kam Pistorius doch gerade aus Wilhelmshaven, wo er die Fregatte Niedersachsen und deren Besatzung begrüßt hatte. Fünf Monate waren die Männer und Frauen auf See gewesen, so Pistorius, der noch sichtlich bewegt war vom Empfang, den Freunde und Familien der Besatzung am Kai in Wilhelmshaven bereitet hatten. Die Soldaten seien mit Transparenten und großem Hallo begrüßt worden. „Da sind auch Freudentränen geflossen“, meint ein nachdenklicher Pistorius, der den Einsatz der Soldaten außerordentlich „wertschätzt“, wie er sagt.


0 Kommentare