20.09.2014, 12:07 Uhr

Schönes zum Wohnen Laden „Living“ in Wüste mit skandinavischen Möbeln

Ursula Lenzing hat sich mit ihrem Einrichtungs- und Dekorationsgeschäft „Living“ einen Traum erfüllt und ihre Interessen zum Beruf gemacht. Foto: Stefanie HiekmannUrsula Lenzing hat sich mit ihrem Einrichtungs- und Dekorationsgeschäft „Living“ einen Traum erfüllt und ihre Interessen zum Beruf gemacht. Foto: Stefanie Hiekmann

Osnabrück. „Living“ heißt der kleine Laden, den Ursula Lenzing vor knapp neun Jahren an der Ecke Rehmstraße/ Lange Straße im Stadtteil Wüste eröffnet hat.

„Living“ ist der englische Ausdruck für Wohnen oder Leben. Dementsprechend bietet die 53-Jährige dort alles an, was mit Einrichtung, Dekoration, Wohlfühlen und dem schönen Leben zu tun hat. Die Besonderheit: Ihre Waren kommen ausschließlich aus Dänemark und Holland.

„Ich mag die Leichtigkeit“, sagt Ursula Lenzing, während sie über die Besonderheiten der skandinavischen und niederländischen Art der Wohnungseinrichtung spricht: Ganz viel Weiß, ein bisschen Vintage-Stil, zarte Farben, nichts Knalliges, eben das Leichte, das sich wie ein roter Faden durch Accessoires und Möbel zieht, die sie in ihrem Laden ausstellt. Nichts davon wird im Katalog bestellt. „Ich muss die Sachen anfassen und schauen, ob sie in den Laden passen“, sagt sie.

Für die Waren aus den Niederlanden fahre sie meist nach Amsterdam. In Dänemark besuche sie oft Messen oder fahre zum Großhandel. Doch warum ausgerechnet diese beiden Länder? „Ich war als Kind viel in Holland bei meiner Tante“, erzählt Ursula Lenzing. Schon damals habe es ihr dort sehr gefallen. Und auch Dänemark sei ein Land, in das sie immer wieder gern reise. Zum Fahrradfahren, zum Wohlfühlen, zum Urlaubmachen. Einen Teil der Lebensart, die sie dort genießt, bringt sie durch die Möbel, Accessoires und die Kleidung mit in ihren Osnabrücker Laden.

Wobei es nicht nur ein Faible für Dänemark und Holland ist, das das Puzzle des Ladens perfekt macht. Eine kreative Ader, vor allem eine für Dekoration, habe sie schon als Kind gehabt, erzählt die Mutter eines Sohnes. Später entdeckte sie auch Holz für sich und fing an, Figuren zu sägen. Das führte dazu, dass sie in diversen Osnabrücker Geschäften für die Schaufensterdekoration zuständig war. „Ich habe die Holzsachen zunächst an Blumenläden verkauft, das ging ganz wunderbar.“ Dann entstand der erste Schaufenster-Auftrag, dann der nächste. Und noch etwas später folgte dann der eigene Laden. „Das Haus hier gehört der Familie.“

Das sei ein Glück, denn als der vorige Mieter, eine Reinigungsannahme, um 2005 die Räume verlassen hat, habe man überlegt, was denn nun aus dem Ladengeschäft werden solle. Kurzentschlossen griff Ursula Lenzing selbst zu und verwirklichte sich einen Traum: Ihren eigenen Dekorations- und Einrichtungsladen im Stil ihrer Lieblingsländer. „Das sind Sachen, die es in der Innenstadt so nicht überall gibt“, sagt sie.

Daher laufe der Laden auch super, obwohl er nicht in A-Lage zu finden ist. „Ich habe viele Stammkunden, es kommen aber auch immer wieder neue Kunden durch Gutscheine oder Geschenke.“ Das Altersspektrum reiche von Studenten bis hin zu Senioren. „Meine älteste Kundin ist 92 Jahre alt, sie kommt oft mit einem Stück Kuchen vorbei.“ Überhaupt sei es der persönliche Kontakt, die Beziehungen zu den Kunden, die ihr so viel Freude an dem Laden machten. „Da sind schon so viele gute Freundschaften entstanden, das ist unglaublich.“ Man unterhält sich, trinkt einen Kaffee, trifft sich wieder. Das sei eben der Charme eines kleinen Ladens an der Ecke.


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