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03.02.2014, 18:09 Uhr

Kündigungsklage der Zion GmbH: Kaufen wäre cool

Kommentar von Rainer Lahmann-Lammert

Die „Traumfabrik Petersburg“ ist ein Ort zwischen Aufbegehren und Vergänglichkeit. Einstweilen können die Kulturaktivisten die ehemaligen Bahngebäude weiternutzen. Foto: Michael GründelDie „Traumfabrik Petersburg“ ist ein Ort zwischen Aufbegehren und Vergänglichkeit. Einstweilen können die Kulturaktivisten die ehemaligen Bahngebäude weiternutzen. Foto: Michael Gründel

Osnabrück. Gerichte tagen öffentlich, und dieser Rechtsgrundsatz hat den Kulturverein Petersburg wohl vor der Willkür der Zion GmbH gerettet. Alles deutet darauf hin, dass die fehlende Betriebshaftpflicht nur ein Vorwand war, um das lästige Kulturbiotop am Güterbahnhof auszutrocknen. Ein Kommentar.

Die Initiative, die vor noch einem Jahr allenfalls auf eine Zwischennutzung hoffen durfte, ist im Aufwind, seit sich Zion-Geschäftsführer Gervelmeyer mit seinen homophoben Äußerungen um Kopf und Kragen geredet hat.

Inzwischen kann sie sogar darauf hoffen, dass ihr Quartier als Kontrapunkt zur ungeliebten „Lebensquelle“ der Schutz des Bebauungsplans zuteil wird. Für den Fortbestand der Petersburg wäre das ein großer Schritt. Sicher sind die Kulturkreativen aber erst, wenn sie sich aus den Fesseln der Zion GmbH befreien können. Kaufen statt mieten – das wäre cool!


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