20.01.2014, 16:05 Uhr

Lustige Feier im Osterhaus-Saal Närrische Prunksitzung in der Karnevalshochburg Haste


Osnabrück. „Willkommen in der 5. Jahreszeit – Haste Helau!“ So grüßte das Banner der 1. Haster Karnevalsgesellschaft im Kaffeehaus Osterhaus. Vier Vereine waren jetzt dort zu Gast, um mit den Gastgebern zu feiern.

„Haste ist die Osnabrücker Karnevalshochburg“, stellte Rainer Welp klar, Präsident seit 2013: „Der neue Papst und ich haben gleichzeitig angefangen.“

Luftballons, Lichteffekte und die glitzernden Hüte der Karnevalisten sorgten für eine farbenprächtige Kulisse. Zur Eröffnung sang DJ und Musiker Werner Wöstmann „Rot sind die Rosen“, und der ganze Saal schunkelte. Dann marschierten die „Nette Mini Girls“ ein und heizten den Gästen mit dem ersten Tanz des Abends ein.

In der Prinzenrede warb Johannes Buskotte für mehr Engagement in der Jugendarbeit und kritisierte das „überdimensionierte Nettebad“. Seine Aussage, der Saal werde garantiert nicht von der NSA abgehört, ließ sich zwar vor Ort nicht belegen, dürfte aber manche der misstrauischeren Gäste beruhigt haben. Nach weiteren Reden und Tanzeinlagen war es Zeit für die erste Bütt.

Bauchrednerin Susanne und ihr bunter Geier Henry zankten sich und nahmen Gäste aufs Korn. Besonders Bürgermeister Burkhard Jasper (CDU), der einmal mehr Präsenz im Osnabrücker Karneval zeigte, musste den einen oder anderen frechen Spruch einstecken. Henry ging auch gern charmant unter die Gürtellinie und stellte fest, einige der Anwesenden aus der Sauna zu kennen. Großes Gelächter erntete Susanne, als sie den Vogel zur Seite legte und zwei Gäste als Handpuppen missbrauchte.

Die Stimmung stieg mit jeder Bütt: Der „Mann mit dem Koffer“ unterhielt mit trockenem Humor, und die Geschwister Dust hatten als Dauerbrenner des Osnabrücker Karnevalsgeschehens einmal mehr mitreißende Lieder im Gepäck. Höhepunkt des Abends war Feuerwehrmann Kresse: Der Kölner fuhr auf Rollschuhen zur Bühne, nahm seine typische, gebückte Haltung an und brachte den Saal mit überraschenden Pointen zum Toben, ohne eine Miene zu verziehen. Den Abschluss des Programms bildeten „De 5 Fleje“ mit kölschen Stimmungsliedern.

Bei aller guten Laune wurden auch die Schattenseiten des Lebens nicht vergessen: Für zwei Euro standen Anstecker zum Verkauf. Der Erlös kommt dem Kinderhospiz zugute.


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