21.11.2012, 09:30 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Im Koffer steckt der Spaß Osnabrück: Grundschüler für Naturwissenschaften begeistern

<em>Einen Forscherkoffer</em> erhielt Matthia Gratzki (Mitte), Konrektorin der Heinrich-Schüren-Schule, von Sylvia Looks (links) von der Claas-Stiftung und Vera Romberg-Forkert von der Bildungsinstitution Science Lab. Der Inhalt dieses Koffers soll Grundschülern Spaß an Naturwissenschaften vermitteln. Foto: Egmont SeilerEinen Forscherkoffer erhielt Matthia Gratzki (Mitte), Konrektorin der Heinrich-Schüren-Schule, von Sylvia Looks (links) von der Claas-Stiftung und Vera Romberg-Forkert von der Bildungsinstitution Science Lab. Der Inhalt dieses Koffers soll Grundschülern Spaß an Naturwissenschaften vermitteln. Foto: Egmont Seiler

Osnabrück. Wenn ein Zauberer seinen Koffer öffnet, kann er sicher sein, dass das Publikum gespannt ist. Diesen Effekt können nun auch Lehrer im Sachkunde-Unterricht nutzen. 16 Pädagogen von Osnabrücker Schulen nahmen an einer Schulung der Bildungsinstitution Science Lab im Schüler-Forschungs-Zentrum (SFZ) teil und erhielten Forscherkoffer. Initiiert wird das Projekt von der Claas-Stiftung aus Harsewinkel. Sie will Kindern Spaß an den Naturwissenschaften vermitteln.

Woher kommt Strom? Wie entsteht ein Regenbogen? Wie bekomme ich eine Kiste in mein Baumhaus? Dies seien typische Fragen, die Kinder stellen, sagt die Maschinenbau-Ingenieurin Vera Romberg-Forkert von Science Lab, die die Schulung geleitet hat. „Die Antworten auf diese Fragen finden Kinder in den Forscherkoffern.“ Darin enthalten sind Batterien, Kabel, Lupen, Glühbirnen und viele andere Materialien zum Experimentieren, die sonst nicht zur üblichen Ausstattung von Schulen gehören. Mit dem Inhalt der Koffer können Themenkomplexe wie Elektrizität und Energie, Mechanik und Akustik sowie Optik unter die Lupe genommen werden.

Die Antworten auf die Kinderfragen erklären nicht die Lehrer, sondern die Kinder finden die Antworten anhand der Materialien im Koffer selbst heraus, sagt Romberg-Forkert. Die Lehrer sind jedoch der Schlüssel zum Vergnügen der Kinder. „Die Lehrer müssen zuerst Spaß haben“, sagt die Kursleiterin.

Deshalb waren sie jetzt im SFZ an der Brinkstraße und haben sich in die Materie und in die Materialien eingearbeitet. „Viele Kollegen sind fachfremd. Themen wie Mechanik sind neu auf dem Lehrplan“, meint Matthia Gratzki, Konrektorin der Heinrich-Schüren-Schule in Osnabrück. Sie ist eine Multiplikatorin, die das Erlernte an die Lehrer ihrer Schule weiter gibt. So handhaben es auch die anderen teilnehmenden Schulen. Nutznießer sind letzten Endes die Kinder.

„Wir glauben, dass Naturwissenschaften in Schulen oft zu trocken rüber kommen“, sagt Werner Söte, der an der Hochschule Osnabrück lehrt und Vorsitzender des SFZ ist. Vera Romberg-Forkert ergänzt, sie habe beobachtet, dass schon Mädchen und Jungen in Kindergärten ein natürliches Interesse für naturwissenschaftliche Fragen aufbringen. „Durch die Forscherkoffer wird die Begeisterung dafür geweckt, und sie bleibt dadurch erhalten.“

Mehr Infos unter www.science-lab.de.


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