19.12.2013, 13:21 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Haftbefehl wegen Totschlags Osnabrück Pye: Leiche und Verdächtiger stammen aus Litauen


Osnabrück. Im Mordfall um eine gefesselte, männliche Leiche in Osnabrück Pye hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das Opfer und der mutmaßliche Täter stammen aus Litauen.

Am Donnerstagmittag spricht Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer noch von „vielversprechenden Ermittlungsansätzen“ – tatsächlich haben die Ermittler den Verdächtigen nach dem Fund einer gefesselten männlichen Leiche im Osnabrücker Stadtteil Pye bereits am Mittwochnachmittag festgenommen. Auch die Identität des Opfers steht zweifelsfrei fest.

Bei Tötungsdelikten seien die ersten 48 Stunden die wichtigsten, sagt Anke Hamker, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück. Polizei und Staatsanwaltschaft teilen Donnerstagabend Abend in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass sie einen 47-jährigen Mann aus Litauen festgenommen haben. Was dort nicht steht: Die Beamten haben den Verdächtigen bereits am Mittwochnachmittag gefasst – nur etwas mehr als einen Tag, nachdem ein Spaziergänger die Leiche in der Straße Am Weingarten bei der Polizei meldet.

Der mutmaßliche Täter lebt laut Polizei zurzeit in Osnabrück. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ist er dem Haftrichter vorgeführt worden, der einen Haftbefehl wegen Totschlags gegen den dringend Tatverdächtigen erlassen hat.

Bei dem Getöteten handelt es sich laut Ermittlerangaben um einen 45-jährigen Mann, der ebenfalls aus Litauen stammt. Als Todesursache nennt die Staatsanwaltschaft unserer Zeitung gegenüber massive, stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf.

Am Dienstagmittag hatte ein Spaziergänger in einem Gebüsch an der Straße Am Weingarten im Stadtteil Pye eine männliche Leiche entdeckt, die an den Armen gefesselt war. 40 Beamte einer eigens gegründeten Mordkommission beginnen kurz darauf mit der Spurensuche. Ein Helikopter unterstützt die Beamten aus der Luft. Am Donnerstag durchsucht die Polizei mehrere Hallen eines Industriegebiets und setzt am Leichenfundort Hunde zur Spurensuche ein. Abgeschlossen ist der Fall noch nicht. Die Mordkommission arbeite „mit Hochdruck“ an der weiteren Aufklärung, so die Ermittler.

Die Polizei nimmt Zeugenangaben unter den Telefonnummern 0541 / 327 3110 oder 0541 / 327 2115 entgegen.


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