05.11.2013, 21:35 Uhr

BBS-Schüler gestalten Flugzettel Mit Flyern die Herzen öffnen

Ihre Entwürfe stellten die Schülerinnen und Schüler des Berufsschulzentrums am Westerberg Birgit Viebrandt und Benjamin Rottmann (rechts) vom Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) vor. Foto: Elvira PartonIhre Entwürfe stellten die Schülerinnen und Schüler des Berufsschulzentrums am Westerberg Birgit Viebrandt und Benjamin Rottmann (rechts) vom Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) vor. Foto: Elvira Parton

Osnabrück. Stark, selbstbewusst, kritisch, jung, dynamisch, modern – mit diesen Attributen beschreibt sich der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD). Diese Eigenschaften setzten zwölf Schüler des Fachbereichs Gestaltungstechnische Assistenten am Berufsschulzentrum am Westerberg in Flyern um, mit denen der LSVD auf seine Arbeit aufmerksam machen und Förderer gewinnen will.

Zwei Liebesäpfel kleben auf dem Flyer von Anastasia Barilo aneinander. „Sie unterscheiden sich nicht – wie bei Menschen“, sagte die Schülerin bei der Präsentation ihres Flyers am Dienstag. Im Inneren des aufklappbaren Flugblatts sind ein schwules und ein lesbisches Paar zu sehen, die die Betrachter offenherzig anschauen. Zudem sind dort Infos zum LSVD zu lesen. „Meine Idee war es, mit dem Flyer Herzen zu öffnen“, so Anastasia Barilo.

Auch die anderen Schüler haben sich Gedanken um Lesben und Schwule gemacht. In ihren Entwürfen geht es um Offenheit wie bei Perihan Isik. Sie will die Menschen anregen, sich mit dem Thema Homosexualität auseinanderzusetzen und keine Angst davor zu haben. Die Jugendlichen setzten bei der Gestaltung ihrer Flyer auf Gefühle, Provokation oder Offenheit. Grafisch arbeiteten sie mit angenehmen Farben und transparentem Design. Ganz anders machte es Jennifer Johannsen, die ihren Flyer als Memory-Spiel aufzog.

„Mut zum Anderssein“, hatte Maike Maßmann auf ihren Flyer geschrieben. „Wir haben uns im Internet über das Thema informiert und recherchiert, wofür der LSVD steht“, erläuterte Diana Tiedge die Vorgehensweise der Schülerinnen und Schüler. Anhand ihrer Ergebnisse und Gespräche mit Vertretern des LSVD hätten sie ihre Entwürfe gestaltet und Headlines getextet.

Welche Flyer demnächst in Zentren, Aids-Hilfen oder bei lesbisch-schwulen Veranstaltungen an die Frau und den Mann gebracht werden sollen, entscheidet der LSVD-Vorstand in der kommenden Woche. Warum es überhaupt nötig ist, einen Info-Flyer zu erstellen, erklärte Benjamin Rottmann, Vorsitzender des LSVD Niedersachsen-Bremen: „Der LSVD ist der größte Interessenverband Deutschlands. Was er macht, ist aber in vielen Lesben- und Schwulenkreisen nicht bekannt.“


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