26.08.2010, 15:32 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Nachwuchs im Arboretum – Ein-Euro-Jobber im Einsatz Zwei neue Mammutbäume am Piesberg gepflanzt

Pflanzaktion mit (von links) Daniela Barlag (Fachbereich Umwelt), Thomas Meyer (Servicebetrieb), Jürgen Bäumer (Gartencenter Münsterland) und Alfred Dietzel (Servicebetrieb). Foto: Gert WestdörpPflanzaktion mit (von links) Daniela Barlag (Fachbereich Umwelt), Thomas Meyer (Servicebetrieb), Jürgen Bäumer (Gartencenter Münsterland) und Alfred Dietzel (Servicebetrieb). Foto: Gert Westdörp

OSNABRÜCK. Doppelter „Nachwuchs“ für das Arboretum: Zwei neue Mammutbäume wurden jetzt in dem Baumpark am Osthang des Piesberges gepflanzt. So groß wie ihr großer Bruder, der mit stattlichen 42 Metern der höchste Baum in Stadt und Landkreis ist und das Zentrum des kleinen Parks bildet, sind die beiden Küstenmammutbäume allerdings noch lange nicht – auch wenn sie mit einer Höhe von rund vier Metern durchaus schon Eindruck machen.

Etwa 30 bis 40 Zentimeter pro Jahr wachsen die Mammutbäume der Art „sequoia sempervirens“, die vom Gartencenter Münsterland gestiftet worden sind. Dass die seltenen Bäume, von denen es in Deutschland nur rund 1100 Exemplare gibt, bestens wachsen und gedeihen, dafür sorgen die Mitarbeiter des Osnabrücker Servicebetriebes, die das Areal pflegen. Dabei werden sie regelmäßig von sogenannten Ein-Euro-Kräften von der Arbeit-Gemeinschaft für Osnabrück (AGOS) unterstützt. „Für die von uns betreuten Menschen ist das eine gute Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren“, betonte Marita Klenke, AGOS-Koordinatorin für Arbeitsangelegenheiten. Im vergangenen Jahr konnten zwei ehemalige Arbeitslosengeld-II-Empfänger befristet beim Servicebetrieb eingestellt werden. „Wir haben viele neue Bäume gepflanzt. Aber das war nur ein Teil der ganzen Geschichte“, berichtete Alfred Dietzel, der ebenfalls über die Maßnahme eingestellt worden ist, „wir sind ja rund um den ganzen Piesberg im Einsatz.“

Stadtrat Wolfgang Griesert erklärte, dass die Hege und Pflege der Bäume „eine Lebensaufgabe des Servicebetriebes für die nächsten Generationen“ sei. Immerhin können Mammutbäume bis zu 3000 Jahre alt werden. Durch die dicke faserige Borke, die dem Baum den Namen gibt, können sie sogar Waldbrände überstehen. Somit steckt der große Mammutbaum des Arboretums mit einem Alter von geschätzten 150 Jahren immer noch in den Kinderschuhen. Griesert wollte die Pflanzung von Küstenmammutbäumen aber keineswegs als Omen für drohende Auswirkungen des Klimawandels verstehen. „Wer einen Baum pflanzt, vertraut in die Zukunft. Und wir vertrauen in eine lange Zukunft“, erklärte er.


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