17.03.2013, 16:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor

130 Tiere am Start Hunde-Schau Osnabrück: Wodan ist der schönste Boxer


Osnabrück. Nummernschilder aus vielen Teilen Deutschlands, aus Dänemark, Österreich oder den Niederlanden. Das Ziel der Fahrer: der Hof Bröcker in Osnabrück-Nahne. Hier fand am Sonntag die Spezial-Ausstellung für Deutsche Boxer statt, den der Boxerclub Osnabrück alljährlich ausrichtet. Rund 130 Vierbeiner waren für das Turnier gemeldet worden.

Zu den Stars im Ring gehört Wodan. Der Rüde wird im kommenden Monat fünf Jahre alt und ist mehrfacher Champion: Schon im Alter von 14 Monaten war er Jugendsieger einer bedeutenden Ausstellung in Barcelona, erzählt seine Besitzerin Ria Bos. 700 Nachkommen hat der Meisterhund mittlerweile. „Wodan hat uns in Europa bekannt gemacht“, sagt die Niederländerin, die mit ihrem Ehemann Henk eine Hobbyzucht betreibt. Pro Monat fährt sie zu ein bis zwei Turnieren in ganz Europa an. So summieren sich für diese Leidenschaft im Jahr leicht 25 000 Kilometer.

In Osnabrück hat sie neben Wodan noch El Grando, Goya und Gucchi am Start. Die Hunde werden von den Zuchtrichtern Inge Gerwin und Ralf Brinkmann begutachtet. Getrennt nach den Farbschlägen gelb, gestromt und weiß sowie nach Alter und Geschlecht werden die Besten ermittelt. Jeder erste Platz erhält sogenannte Anwartschaften, die notwendig sind, wenn man einen Boxer zum Deutschen Champion machen will. Im Züchterjargon lautet die Aufgabe für Gerwin und Brinkmann, die Hunde auf ihr „standardmäßiges Aussehen“ zu begutachten. Das umfasst zum Beispiel Kopfform oder Proportionen des Körpers. Bei ausgewachsenen Hunden ist ein „Vorzüglich“ die Höchstnote, bei Welpen gibt es im besten Fall ein „Vielversprechend“.

Ausstellungsleiter ist Carsten Klopsch. In dieser Funktion kann er nicht selber an dem Turnier teilnehmen. Das übernimmt daher sein Sohn Marcel. Der 15-Jährige hat offensichtlich das „Boxer-Gen“ abbekommen und führt Hündin Fiona in den Ring. Warum aber muss es überhaupt ein Boxer sein? Bei dieser Frage kann sich Ria Bos nicht mehr bremsen. Hat man keine Zeit für den Hund ist er genügsam, spielt man mit ihm, „dann gibt er 200 Prozent“, sagt die Niederländerin. „Wenn man Boxer lieb hat, dann will man keinen anderen Hund mehr“, ist sie überzeugt.


0 Kommentare