27.10.2016, 16:19 Uhr

Auflösung einhellig abgelehnt Elternrat der Grundschule Neuenkirchen gegen Fusion

Die Grundschule Neuenkirchen soll nach dem Willen des Schuelternrates selbstständig bleiben. Foto: Marcus AlwesDie Grundschule Neuenkirchen soll nach dem Willen des Schuelternrates selbstständig bleiben. Foto: Marcus Alwes

fwen Neuenkirchen-Vörden. Die Mitglieder des Neuenkirchener Schulelternrates lehnen die Zusammenlegung der beiden Grundschulen i der Gemeinde ab. Bei einer außerplanmäßigen Sitzung des Elternrates der Neuenkirchener Grundschule haben die Eltern die Auflösung der beiden Grundschulen der Gemeinde einhellig abgelehnt.

Trotz der langen Bedenkzeit seit den beiden Informationsveranstaltungen zu dem Thema hätten die anwesenden Eltern kein einziges Argument gefunden, das für eine Auflösung der beiden Schulen spricht, berichtete der Vorsitzende des Schulelternrates, Sven große Sextro.

Statt dessen wurden die bestehenden Einwände auf der Sitzung wiederholt. Eine kleine persönliche Schule sei wichtig für das Wohlergehen der Kinder. Die Kommunikation innerhalb der beiden Schulen sei im Alltag schwierig und es wurden auch keine konkreten Einspareffekte gefunden. Als Beispiel führte Sven große Sextro das Gehalt des Schulleiters an, welches nicht die Gemeinde, sondern das Land Niedersachen zahle.

Für die Eltern stellt sich somit die Frage, warum unnötige Kosten für eine Zusammenlegung der Schulen verursacht werden sollen, wenn auf der andern Seite keine nennenswerten Kosteneinsparungen herauskommen. Zudem sei es durch die unterschiedlichen Anfangszeiten der beiden Schulen in der Praxis nicht umsetzbar, dass Lehrer vertretungsweise zwischen den Schulen pendeln. Da die Anfangszeiten maßgeblich durch den Bustransport der Schulkinder bestimmt sind, lasse sich dieses Problem auch nicht einfach lösen.

„Druck ausgeübt“

Stattdessen wünschen sich die Eltern, dass in der Grundschule Neuenkirchen dringend benötigte Räume für die Schüler geschaffen werden. Da einige Räume für die Inklusion genutzt würden, müssten die Schüler mittlerweile viele Aufgaben auf den Fluren erledigen.

Unter dem Strich spricht aus Sicht des Elternrates also absolut nichts für eine Auflösung der beiden funktionierenden Schulen. Da „bleibt die Frage nach dem Warum“, meinte große Sextro. Die Eltern hätten den Eindruck, dass ein gewisser Druck ausgeübt worden sei, um die Zusammenlegung zügig durchzusetzen. Selbst einige Gemeinderatsmitglieder scheinten sich aktuell nicht ausreichend informiert zu fühlen.

Neben dem Schulelternrat der Neuenkirchener Grundschule dürfen auch der Schulelternrat aus Vörden, die beiden Schulleitungen und der Schulausschus der Gemeinde ebenfalls ihre Stellungnahmen bis zum 10. November bei der Gemeindeverwaltung abgeben.

Erst wenn alle Beteiligten gehört worden sind, kann die Gemeindeverwaltung die Auflösung der beiden Grundschulen bei der Landesschulbehörde beantragen, welche dann letztendlich darüber entscheiden würde.


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