18.04.2017, 16:38 Uhr

Reaktionen zu angekündigten Investitionen Pläne des MEP-Eigentümers überzeugen Meppener nicht

Dunkle Wolken über der MEP: Helfen Investitionen in Millionenhöhe, um die Attraktivität der MEP zu steigern? Die Meppener sind da skeptisch. Foto: Benjamin HavermannDunkle Wolken über der MEP: Helfen Investitionen in Millionenhöhe, um die Attraktivität der MEP zu steigern? Die Meppener sind da skeptisch. Foto: Benjamin Havermann

Meppen. Der Eigentümer der MEP will in den nächsten Jahren einen siebenstelligen Betrag in das Meppener Einkaufszentrum investieren. Um dessen Attraktivität zu steigern, sollen unter anderem elektrische Türen und WCs im Erdgeschoss eingebaut werden. Doch was halten die Meppener von den Plänen?

Die Reaktionen im Internet sind eindeutig: Auch die Meppener sind mit ihrem Einkaufszentrum nicht zufrieden. Die angekündigten Pläne des Eigentümers können die Mehrzahl aber nicht überzeugen. Auf der Facebook-Seite der Meppener Tagespost wurden bis Dienstagmittag fast 50 Kommentare veröffentlicht. Es ist also offenbar ein Thema, das die Menschen bewegt.

Der Eigentümer der MEP hat nun angekündigt, dass er in den kommenden Jahren kräftig investieren will. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Ingo Rieck, der geschäftsführende Gesellschafter des Betreibers Centim, dass es schon in diesem Jahr sichtbare Veränderungen geben wird. Als Beispiele nannte er automatische Türen im Eingangsbereich und Toiletten im Erdgeschoss. Auch neue Geschäfte sollen hinzukommen. Rieck könne sich einen Blumen- oder Zeitungsladen vorstellen, oder auch ein Metzger.

Fehlender Kundenmagnet

Die Userin Lina L. hält nichts von dieser Idee: „Jetzt mal ehrlich solche Vorschläge? Dann macht die MEP zu“, schreibt sie. Sie rät stattdessen, mit der Zeit zu gehen und etwas Modernes in das Einkaufszentrum zu bringen, wie zum Beispiel die Schuhkette Footlocker. Die schlechte Besucherfrequenz liegt für viele Internetuser ganz klar an der Auswahl der Läden. „Meiner Meinung nach fehlen Kundenmagnete“, so Hansi S. Bücher bekomme man zum Beispiel dort überhaupt nicht und auch ein zweiter Spielzeugladen in Meppen fände sein Gefallen. Auch mehr gastronomische Vielfalt wird häufig gefordert.

Die Ankündigung, Toiletten im Erdgeschoss einzubauen, finden dagegen viele User gut – und längst überfällig. „Für ältere Menschen oder Frauen mit kleinen Kindern ist der heutige Zustand eine Zumutung“, findet Brigitte M.

„Wie auf dem Bahnhof“

Kritisiert wird hauptsächlich die ungemütliche Atmosphäre, die auch der Eigentümer beheben möchte. „Wie auf dem Bahnhof: Zu kahl und ohne Charme“, beschreibt Corinna M. das Flair der MEP. Als Positivbeispiele werden immer wieder das Lookentor in Lingen oder die Emsgalerie in Rheine genannt. Deren Innengestaltung stößt auf großen Zuspruch.

Für andere User haben die Probleme der MEP mit dem Standort zu tun. „Mit ein paar automatischen Türen und einer Toilette wird man das leider nicht beheben können“, schreibt Paul K. Seiner Meinung nach wäre das Einkaufszentrum an der Stelle, wo jetzt die Sparkasse steht, besser aufhoben. Jessica K. wünscht sich eine optimalere Verbindung zwischen MEP und Innenstadt.

Alternativvorschläge

Einige haben die Hoffnung bereits aufgegeben. „Steckt das Geld lieber in gemeinnützige Projekte. Es gibt Sachen, die viel wichtiger sind als diese ganze Konsumgeilheit!“, schreibt Maxime F. Auch Bernhard H. sieht keine Zukunft mehr für das Meppener Einkaufszentrum: „Meppen dreht sich seit Jahren im Kreis und da helfen auch keine Millionen mehr.“ Klaudia K. hat noch einen Vorschlag, wenn es mit der MEP nichts mehr werden sollte: „Macht aus dem ganzen Ding betreutes Wohnen. Dann ist das Geld gut angelegt.“


2 Kommentare