17.04.2017, 19:35 Uhr

Mehr Leistung - weniger Energie Kläranlage Meppen modernisiert und umgerüstet

Machten sich vor Ort ein Bild von den umgerüsteten Belebungsbecken: (von links) Bürgermeister Helmut Knurbein, Mechthild Wessels (Betriebsleiterin Stadtwerke), Hubert Neesen (Fachausschussvorsitzender), Jürgen Schrant (Kläranlage) und Waltraud Aepken (Stadtwerke). Foto: Stadt MeppenMachten sich vor Ort ein Bild von den umgerüsteten Belebungsbecken: (von links) Bürgermeister Helmut Knurbein, Mechthild Wessels (Betriebsleiterin Stadtwerke), Hubert Neesen (Fachausschussvorsitzender), Jürgen Schrant (Kläranlage) und Waltraud Aepken (Stadtwerke). Foto: Stadt Meppen

Meppen. Die Umrüstung der Belebungsbecken der Kläranlage Meppen sorgt für hohe Energieeinsparungen und verbesserte Ablaufwerte. Das Investitionsvolumen beträgt 340.000 Euro.

Die Stadtwerke Meppen betreiben laut einer Pressemitteilung auf der Kläranlage vier Belebungsbecken mit einem Gesamtvolumen von 7.500 Kubikmetern zur biologischen und weitergehenden Abwasserreinigung. Altersbedingt war der Austausch der feinblasigen Membranbelüfter oder auch Tellerbelüfter notwendig geworden. So wurde das ganzheitliche System der Firma „Rudolf Messner Umwelttechnik“, bestehend aus Verfahrensumstellung, Regelungskonzept und dem Messmer-Plattenbelüfter eingebaut.

Neue Plattenlüfter

Die alten Belüfter wurden durch Plattenbelüfter ersetzt und alle Rührwerke demontiert. Nach dem Austausch des Belüftungssystems erfolgte die Verfahrensumstellung auf den „intermittierenden Betrieb“. Hierbei erfolgt ein regelmäßiges Ein- und Ausschalten der Belüftungsaggregate und die Reinigung des Abwassers in den Belüftungsphasen sowie in den Phasen, in denen keine Luft eingetragen wird. Das vorgeschaltete Denitrifikationsbecken wurde außer Betrieb genommen, die Rezirkulationspumpen demontiert. Die Belebungsbecken werden nunmehr parallel durchflossen.

Große Stromersparnis

Nach ersten Ergebnissen sei ein Erfolg bereits messbar: Lagen die Verbrauchsdaten der Kläranlage in 2011 noch rund 27 Prozent über dem Richtwert werde dieser nach jüngsten Untersuchungen sogar um rund zehn Prozent unterschritten. Hinzu kommen die Einsparungen durch den Wegfall der vier Rührwerke und Pumpen. In diesem Jahr rechnen die Verantwortlichen mit einer Stromkostenersparnis von 70.000 Euro. Zudem werde die Reinigungsleistung optmiert. Die jährliche CO2-Einsparung liegt bei rund 270 Tonnen. Mit dieser Maßnahme leisten die Stadtwerke Meppen nach eigenen Angaben „einen wesentlichen Beitrag zur klimafreundlichen Abwasserbeseitigung“.


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