19.03.2017, 15:21 Uhr

FunKeys rocken durch die Jahrzehnte Tanzbare Nostalgie - Das Bermuda Dreieck Revival in Meppen


Meppen. In den 1980er Jahren trugen viele der Gäste der „Bermuda Dreieck Revival Party“ noch Turnschuhe. Jetzt waren rund 400 Musikfans in den Emslandsaal Kamp gekommen, um bei fetziger Musik der Rheiner Band FunKeys und dem Barbarella-Urgestein DJ Willi Gröbel den Sound von damals wieder aufleben zu lassen.

„Wir wollten wieder versuchen, die Fans der Musik der 1980er zusammenzuführen“, erzählen Wilhelm Lücken und Jale Sowka kurz vor der großen Party. Zehn fleißige Helfer der Organisationsgruppe hatten sich ein Jahr lang einmal pro Monat getroffen, um das musikalische Event stemmen zu können. „Und das alles ehrenamtlich in der dritten Auflage“, führten beide an - es mache schließlich immer noch Spaß, gute Musik nach Meppen zu bringen.

In der Facebook-Gruppe „Du willst dabei sein“ folgen mittlerweile rund 1000 Fans den Organisatoren der Charity Party. Auf der Bühne des Emslandsaals lässt die zehnköpfige Combo FunKeys dann sofort die Post abgehen und bringt zu Gehör, was ihr Repertoire zu bieten hat. Besetzt mit vier Blechbläsern, Keyboarder, Drummer, zwei Gitarristen und zwei Sängern erinnern die Musiker aus Rheine fast an eine Big-Band im kleinen Format. Natürlich geht ein Klassiker, wie „Easy Lover“ von Philip Bailey und Genesis-Urgestein Phil Collins sofort ins Blut, sodass vor allen Dingen die weiblichen Fans auf die Tanzfläche spurten. „Simply the best“ von Tina Turner kommt sogleich hinterher und die Stimmung hat ihren ersten Höhepunkt erreicht. „The Heat is on“ von Glenn Frey, übrigens 1984 in einer ähnlichen Musiker-Besetzung veröffentlicht, lässt dann keine Sohle mehr kalt.

„Hot Stuff„ im wahrsten Sinne

„Ain’t nobody loves me better“, zuletzt von Felix Jaehn mit Jasmine Thompson erneut in die Charts katapultiert, wird dann von den Musikern in einer Version gecovert, dass den geneigten Zuhörer und Musikfan wirklich Gänsehaut-Feeling überkommt. Peter Gabriels „Sledgehemmer“ folgt dann, wie viele andere große Klassiker aus den 1980ern. Am Stones Titel „Honky Tonk Women“ haben sich schon manche, auch einheimische Bands, die Finger verbrannt. Nicht so die Rheiner Protagonisten. Kleiner Stilbruch, denn der Song stammt aus dem Jahre 1969, ist aber nach fast fünf Jahrzehnte immer noch ein Ohrwurm. Weiter geht es in einem Parforceritt durch ein Musik-Jahrzehnt, das noch heute vielen nachklingt und bis tief in die Nacht den gesamten Emslandsaal grooven und swingen lässt. Da kommen noch „Hot stuff“, und das darf man bei dieser Band wörtlich nehmen, oder „Let`s stick togehter“, ein Bryan Ferry-Oldie oder „Radar Love“ von den Golden Earring, allerdings auch schon aus 1970ern. Aber bei solch gut gespielter Musik mit hervorragender Lichtshow macht es eigentlich auch nichts, was die Rheinenser aus welchem Jahrzehnt genau abliefern.

Insgesamt ist es den Veranstaltern gelungen, eine überzeugende Band für den Abend zu engagieren . Übrigens: Der Erlös der Veranstaltung soll einem wohltätigen Zweck zugutekommen.


2 Kommentare