02.12.2016, 15:26 Uhr

Berufliche Perspektiven Absolventen des Vitus-Werks Meppen erhalten Zertifikate

Am Rande der Übergabe: Michael Korden (v.l.), Uwe Schummer und die Leiterin der Jakob-Muth-Schule, Martina Melle, mit Absolventen. Foto: HarnackAm Rande der Übergabe: Michael Korden (v.l.), Uwe Schummer und die Leiterin der Jakob-Muth-Schule, Martina Melle, mit Absolventen. Foto: Harnack

Meppen. Vor allen Dingen für Menschen mit Behinderungen ist es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Deshalb gibt es im Vitus-Werk Meppen die Möglichkeit, sich als Handwerksgehilfen in den Bereichen Holz und Metall zu qualifizieren. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am Standort Gut Kellerberg drei Absolventen die Zertifikate überreicht.

Vitus-Geschäftsführer Michael Korden konnte neben weiteren Gästen auch den Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer aus Viersen begrüßen, der in der CDU/CSU-Fraktion als Beauftragter für Menschen mit Behinderungen tätig ist. „Wir gingen im Jahr 2010 an diesen Ort, weil es unser Ziel war, die schulische Ausbildung in der Jakob-Muth-Schule mit der beruflichen Qualifizierung miteinander zu verbinden“, erklärte Korden.

Fachpraktisches Arbeiten

In der Schule werde in den Abschluss-Jahrgängen schon sehr fachpraktisch gearbeitet, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt später zu erhöhen, so der Geschäftsführer weiter. In Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen habe man zudem die Akkreditierung zur Hilfskraft ‚Hauswirtschaft‘ und ‚Gartenbau‘ erreichen können, zeigte Korden die Expansion im Bereich der beruflichen Förderung auf. „Man bekommt als Teilnehmer eine Zufriedenheit, weil ich einen Abschluss geschafft habe“, machte der Redner deutlich, dass das Selbstwertgefühl der Menschen wesentlich gesteigert würde. Damit könne man sich auch einem zukünftigen Arbeitgeber präsentieren, der die erworbenen Fähigkeiten wesentlich besser einschätzen könne.

Wunsch an die Politik

Begleitet wurde die Maßnahme zusätzlich durch die Berufsbildenden Schule Meppen mit theoretischem Unterricht. „Für uns wäre zudem eine Verankerung im Berufsbildungsgesetz wichtig, da erst dann diese Qualifizierung anschlussfähig wird“, äußerte Korden einen Wunsch an die Politik. Clemens Dickebohm, Bildungsbegleiter des Vitus-Werks, stellte die ansprechende Prüfung vor, in der die Absolventen schriftlich auf Fachfragen antworten und praktisch das Bohren und Schneiden eines Gewindes ausführen mussten.

Beeindruckt

Beeindruckt zeigte sich der Gast aus der Politik von den Möglichkeiten, die das Vitus-Werk geschaffen habe. „Das Ziel muss sein, dass alle Beschäftigten in diesen Einrichtungen die Möglichkeit erhalten, deutschlandweit ein Zertifikat zu erwerben“, forderte Schummer eindringlich. Nur so könne letzten Endes Inklusion auch im Berufsleben funktionieren. Mit den neuen Zertifikaten im Bereich Metall der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wurden ausgezeichnet: Rene Retta, Tobias Lasotta und Stefan Jansen.


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