30.11.2016, 18:15 Uhr

Texte für Jung und Alt Die Straße der Lieder in Meppen hat neue Tafeln

Die Tafeln an der Straße der Lieder in Meppen hängen wieder. Den musikalischen Rundwanderweg für Jung und Alt nahmen (v. li.) Heinz Rehse, Bürgermeister Helmut Knurbein, Egon Reiners, Waltraud Wessels und Manfred Büter in Augenschein. Karla Franzos (vorne, v. li.), Lasse und Matti Mucke stellten ihre jungen Stimmen für die Wiedereinweihung zur Verfügung. Foto: Markus PöhlkingDie Tafeln an der Straße der Lieder in Meppen hängen wieder. Den musikalischen Rundwanderweg für Jung und Alt nahmen (v. li.) Heinz Rehse, Bürgermeister Helmut Knurbein, Egon Reiners, Waltraud Wessels und Manfred Büter in Augenschein. Karla Franzos (vorne, v. li.), Lasse und Matti Mucke stellten ihre jungen Stimmen für die Wiedereinweihung zur Verfügung. Foto: Markus Pöhlking

Meppen. Es kann wieder gesungen werden auf der Straße der Lieder: Nachdem Ende Oktober die Tafeln mit Liedtexten verschwunden waren, stehen seit vergangener Woche neugestaltete Schilder in dem Waldstück an der Meppener Freilichtbühne. Mit Würstchen, Glühwein und – natürlich – Gesang wurde der Weg in seiner neuen Gestalt nun eingeweiht.

Ursprünglich war die Straße der Lieder vor Jahren von der Seniorenwerkstatt Meppen gestaltet worden. Deren Mitglieder hatten – teils unterstützt von der Meppener Tourist-Information (TIM) – Liedgut ausgewählt, auf Holztafeln aufgetragen und diese dann entlang eines knapp 500 Meter langen Rundwanderweges aufgestellt. Ende Oktober fanden Passanten vor Ort dann plötzlich nur noch abgesägte Holzstümpfe vor. Die Seniorenwerkstatt witterte ein Verbrechen und zeigte den Vorfall bei der Polizei an. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, das Mitarbeiter des Baubetriebshofs im Auftrag der TIM und ohne vorherige Ankündigung die Tafeln abgesägt hatten. Die Holzpfähle, an denen sie befestigt waren, seien morsch gewesen, hieß es – was von der Seniorenwerkstatt vehement bestritten wurde.

Zwölf neue Tafeln, fünf neue Texte

Die Seniorenwerkstatt wollte den Weg in seiner alten Form wieder hergestellt wissen. Manfred Büter von der TIM hingegen schwebte eine neue Konzeption eines „Drei-Generationen-Liederweges“ vor. Heute teils kaum mehr bekannte Volkslieder sollten dabei durch modernere Stücke ersetzt werden, um den Weg auch für junge Menschen attraktiv zu machen.

Nach klärenden Gesprächen fanden beide Parteien zusammen. Das Resultat der Gespräche manifestierte sich dann vor wenigen Tagen rund um die Freilichtbühne: Insgesamt zwölf neue Liedtafeln wurden entlang des Rundweges aufgestellt. Auf sieben von ihnen finden sich Lieder, die auch zuvor schon den Weg gesäumt hatten. Fünf neue Texte wählten TIM und Seniorenwerkstatt gemeinsam aus den Ergebnissen einer Umfrage aus, welche die TIM gestartet hatte. Um die Bekanntheit des Weges zu erhöhen, wurden zudem Flyer gestaltet, die auf Routenführung und Repertoire des Liederweges hinweisen.

Misstöne verklungen

Egon Reiners von der Seniorenvereinigung betonte anlässlich der Einweihung, die zwischenzeitlichen Misstöne seien mittlerweile verklungen. „Wir sind froh, dass neue Schilder stehen, auf denen Liedtexte in deutscher Sprache jung und alt zum Singen einladen.“ Reiners wünschte sich, dass künftig vermehrt Schulklassen den Weg in den Liederwald und somit zum Gesang und zu klassischen Wanderliedern fänden.

Glühwein zum Abschluss

Dass neben traditionellen Stücken wie „Alle Vögel sind schon da“ und „Im Frühtau zu Berge“ auch modernere Texte dem Weg gut zu Gesicht stehen, bewiesen Matti und Lasse Muke sowie Karla Franzos. Von Stadtführerin Waltraud Wessels an der Gitarre begleitet, stellten die drei Kinder das Lied „Zwei kleine Wölfe“ vor. Ebenfalls neu, obschon eigentlich einschlägiger Evergreen, steht der Text von „Hejo, spann den Wagen an“ an der Straße der Lieder. Er markiert den Schlusspunkt des Weges.

Den Schlusspunkt der Einweihung markierten Glühwein und Bratwürstchen vom Grill, zu denen die TIM eingeladen hatte. Und nach deren Genuss, wer weiß, vielleicht noch ein paar Lieder angestimmt wurden.


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