28.11.2016, 15:09 Uhr

Gegen Einsamkeit im Alter Erster Meppener Mittagstisch für Senioren


Meppen. Das Freiwilligenzentrum Meppen bietet ab der kommenden Woche einen Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende an. Zum Auftakt gab es jetzt Spaghetti Bolognese.

Immer dienstags und donnerstags von 12 bis 13.30 Uhr lädt das Freiwilligenzentrum in seine neuen Räume in der Bahnhofstraße 2 an der Meppener Hasehubbrücke ein. Wer mitmachen möchte, meldet sich am Montag der betreffenden Woche an (telefonisch unter 05931/887620 von 9 bis 12 Uhr) und schon kann er oder sie dabei sein. Welches Essen an welchem Tag von der Gaststätte Kösters geliefert wird, soll demnächst immer auf einem Monatsplan rechtzeitig nachzusehen sein. Ein Mittagessen inklusive Nachtisch kostet fünf Euro und wird damit zum Selbstkostenpreis angeboten.

Zur Premiere des Essensangebotes waren neben Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein auch der Leiter des Sozialamtes, Andreas Pothen, erschienen. Außerdem freute sich der Leiter des Freiwilligenzentrums, Christian Hüser, über das Kommen von Willi Koormann, Ingo Hinrichs und Paul Hatger vom Lions Club Meppen-Emsland. Die Lions hatten dem Projekt 10.000 Euro als Startfinanzierung für eine neue Küche zur Verfügung gestellt – „Geld, ohne das wir unser Mittagsangebot nicht hätten starten können“, sagte Christian Hüser.

Das Freiwilligenzentrum arbeitet in Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Kreisverbandsgeschäftsführerin Barbara Germer-Grote war bei ersten Mittagessen deshalb ebenso dabei wie Rita Koormann, die das Angebot aufbauen und leiten wird – ehrenamtlich versteht sich und gemeinsam mit einigen freiwilligen Helfern.

Christian Hüser erläuterte, das Angebot solle keine Konkurrenz für bestehende Mittagsangebote der Gastronomie sein, sondern es richte sich in erster Linie an Menschen, die alleine seien und die Gemeinschaft suchten. „Hier können sie wieder Kontakte knüpfen, sich austauschen, andere gemeinsame Aktivitäten verabreden und ihrer Einsamkeit ein wenig entfliehen.“

Premierengäste gab es beim ersten Meppener Mittagstisch natürlich auch, unter anderem die ehemalige Hebamme Ursula Bertram. Die 82-Jährige wohnt in Meppen und führt ihren Haushalt komplett alleine. Für sie ist das gemeinsame Essen eine willkommene Gelegenheit, unter Leute zu kommen. Und ganz nebenbei muss sie dienstags und donnerstags nicht mehr für sich alleine kochen.


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