24.11.2016, 17:43 Uhr

Rullerkes-Verkauf zugunsten Krebsfonds Meppen backt Neujahrskuchen für guten Zweck

Zünftig eingekleidet und vor glühenden Eisen helfen im Hause von Annelene Ewers (Bild hinten rechts) fleißige Hände, die Riesenmengen von Rullerkes zu produzieren. Foto: Heiner HarnackZünftig eingekleidet und vor glühenden Eisen helfen im Hause von Annelene Ewers (Bild hinten rechts) fleißige Hände, die Riesenmengen von Rullerkes zu produzieren. Foto: Heiner Harnack

Meppen. Bereits zum sechsten Mal werden riesige Mengen Neujahrskuchen im Heim von Meppens ehemaliger stellvertretender Bürgermeisterin Annelene Ewers gebacken. Der Erlös der Aktion kommt, wie in den Jahren zuvor, komplett dem Krebsfonds des Krankenhauses Ludmillenstift zugute.

Im vergangenen Jahr hatten es die fleißigen Bäckerinnen geschafft, sage und schreibe 1825 luftdicht verschlossene Plastikeimer mit dem beliebtesten Gebäck der Emsländer an die Kundschaft zu bringen. Annelene Ewers hofft natürlich, dass diese Rekordzahl – dahinter stecken 54.750 gebackene „Rullerkes“, wie die Hörnchen auf plattdeutsch heißen – in dieser Weihnachtssaison noch überboten werden kann.

„Am Anfang hatten wir in unserer Küche angefangen und 25 Eimer auf dem Weihnachtsmarkt verkauft“, berichtet Ewers im Gespräch mit unserer Redaktion. Dazu seien seinerzeit noch Plätzchen und gestrickte Socken gekommen. „Neujahrskuchen gingen aber am besten“, sodass man heute nur noch diese anbiete.

16 Eisen in Betrieb

Dann sei man im Haus aus der Küche, in der man vor lauter Wasserdampf nichts mehr hatte sehen können, in einen größeren Raum gezogen. „Zu Beginn hatten wir sechs Waffeleisen zur Verfügung. Dann wurden es acht, dann zehn, heute backen wir mit 16 Eisen“, weist sie auf die enorme Technik hin, die im Raum aufgebaut wurde. Das sei jetzt auch die Obergrenze, da die Sicherungen kaum noch eine Steigerung zuließen. Man wolle ja nicht vom Nachbarn noch Kraftstrom dazu holen, lacht sie. „Bei einer Backsitzung schaffen wir heute 50 Eimerchen mit 30 Hörnchen, die zum Preis von sieben Euro an die Kunden gehen.“

Der Verkauf findet in Brümmers Hofladen in Meppen, im Ferienhof Meutstege in Haren und im Dorfladen in Apeldorn statt. „Wir sind allen sehr dankbar, dass sie unser Produkt in ihr Sortiment aufgenommen haben“, sagt Ewers weiter. Bei Brümmer habe man für die 14 Tage, an denen die Rullerkes verkauft werden, noch eine weitere Verkäuferin dazu geholt, um dem Ansturm der Kundschaft gerecht zu werden. „Am zweiten Advent ist dann meistens schon alles ausverkauft“, weiß sie aus Erfahrung.

Helfer auch aus anderen Orten

Die Helfer kommen aus Kegelklubs, aus der Nachbarschaft, von Frauen- oder Seniorengemeinschaften. Übrigens nicht nur aus Ewers‘ Hemsener Heimat, sondern auch aus Geeste, Twist und Dalum. „Wer einmal hier war, sagt sofort, dass man im nächsten Jahr wieder kommt“, erzählt sie stolz. „Mein Mann fährt dann mit den Eimern zu den Verkaufsstellen.“ Der Caddy könne genau 130 Eimerchen fassen.

Alle Zutaten seien übrigens Spendern zu verdanken, macht sie auf weitere Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft aufmerksam. So kommen 300 Kilogramm Kandiszucker von REWE, 300 Kilogramm Mehl von Coppenrath in Groß-Hesepe, und vom Bauern Prinz aus Bückelte stammen 1200 Eier. Jeweils 70 Kilogramm Butter stammen vom Landhaus Eppe in Teglingen und vom Ferienhof Hiebing in Haren. Vanillezucker und Puddingpulver in großen Mengen hat der Bäcker Schäper aus Lingen zur Verfügung gestellt. „Selbst die Eimerchen wurden uns gespendet“, deutet Ewers auf einen riesigen Berg aus süddeutscher Produktion.

„Den größten Verschleiß haben wir bei den Waffeleisen“, meint die Oberbäckerin aus Hemsen. Aber selbst diese würden dann von Privatleuten gespendet. Jetzt hoffen Ewers und ihre Mitstreiter nur noch auf einen reißenden Absatz wie in den vergangenen Jahren.


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