17.11.2016, 09:38 Uhr

„Nicht beachten, nicht weiterleiten“ Polizei Meppen warnt vor Todesdrohung per WhatsApp

Über den Mediendienst WhatsApp ist im Emsland derzeit wieder eine Sprachnachricht unterwegs, die vor allem Kinder extrem verunsichert. Foto: Martin Gerten/dpaÜber den Mediendienst WhatsApp ist im Emsland derzeit wieder eine Sprachnachricht unterwegs, die vor allem Kinder extrem verunsichert. Foto: Martin Gerten/dpa

Meppen. Soziale Medien fördern nicht immer das Gemeinwesen – immer wieder werden sie für Hetze und Angstmacherei missbraucht. Über den Mediendienst WhatsApp ist derzeit wieder eine Sprachnachricht unterwegs, die vor allem Kinder extrem verunsichert.

Das jedenfalls berichtet Hartmut Bruns, beim Polizeikommissariat Meppen für Kriminalprävention zuständig. Bei seinen Einsätzen an Schulen werde er wieder vermehrt auf eine speziellen Kettenbrief hingewiesen. Darin fordert eine abgehackte Computerstimme, diese Nachricht müsse an mindestens 20 weitere Nutzer weitergeschickt werden, ansonsten sterbe die eigene Mutter, man selbst oder man lande im Rollstuhl.

Diese oder zumindest eine ähnliche Nachricht hatte es 2013 und 2014 ebenfalls ins Emsland geschafft und schon damals für Aufregung gesorgt. Das Problem: Die Audio-Nachricht wird von Erwachsenen als übler und missratener Scherz erkannt. Viele Kinder und Jugendliche jedoch können diese Nachricht nicht immer als Scherz und Kettenbrief einordnen und fühlen sich durch die Nachricht tatsächlich bedroht und sind verängstigt.

Kettenbriefe, die großes Unheil verkünden, wenn die Kette durch die Nichtweiterverbreitung unterbrochen wird, gibt es nach Angaben der Polizei schon seit vielen Jahren. Ebenso wird großer Reichtum und Gesundheit versprochen, wenn der Brief innerhalb kurzer Zeit an einen gewissen Personen- und Freundeskreis verteilt wird. Das Internet, insbesondere der Email-Verkehr, aber auch soziale Netzwerke, helfen den Erschaffern dieser Briefe, diese in Massen zu verteilen. So kursieren Kettenbriefe auch über Jahre hinweg noch im Internet und tauchen hier und da wieder auf – so offensichtlich auch jetzt wieder.

Die Polizei rät weiterhin dazu, diese Kettenbriefe nicht zu teilen oder weiterzuverbreiten. Ein Nicht-Verbreiten habe keine negativen Folgen. Wichtig sei eine regelmäßige Aufklärung der Kinder über diese Umstände durch Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrer. „Ein Weiterverbreiten trägt lediglich nur dazu bei, bei anderen Empfängern für Unwohlsein, Angst und Unsicherheit zu sorgen und solche Nachrichten über einen langen Zeitraum am Leben zu erhalten“, sagt Hartmut Bruns.

Hinweise zum Umgang mit Internetbedrohungen aller Art finden Nutzer auch auf der Seite www.polizei-praevention.de .


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