01.11.2016, 09:30 Uhr

41000 Euro für Fahrzeug Meppen: Vitus-Bewohner freuen sich über Röchling-Spende

Freuen sich über ein neues Fahrzeug, v.l.: Hartwig Bleker, Heinz Knue, Joachim Brunswicker, Hans Grönninger, Michael Korden und Marco Strodt-Dieckmann. Foto: Tobias BöckermannFreuen sich über ein neues Fahrzeug, v.l.: Hartwig Bleker, Heinz Knue, Joachim Brunswicker, Hans Grönninger, Michael Korden und Marco Strodt-Dieckmann. Foto: Tobias Böckermann

Meppen. Dank einer Spende des Harener Unternehmens Röchling und seiner Mitarbeiter hat die Wohnanlage St. Josef in Meppen ein neues, behindertengerechtes Auto erhalten. Anschaffungspreis: rund 41.000 Euro.

Das Geld war anlässlich des 100-jährigen Röchling-Jubiläums im Sommer zustande gekommen. Röchling Engineering Plastics hatte die Erfindung des Kunststoffes Lignostone im Jahr 1916 gefeiert, Lignostone steht für den Beginn der bis heute stets erfolgreichen Firmenentwicklung.

Anlässlich der Jubiläumsfeier hatte Röchling seine Geschäftspartner darum gebeten, keine Geschenke mitzubringen, sondern stattdessen für ein neues Fahrzeug für Vitus zu spenden. Außerdem wurde auf der Mitarbeiterfeier für diesen Zweck gesammelt – den verbliebenen Fehlbetrag spendete das Unternehmen. Röchling unterstützt Vitus seit vielen Jahren bei verschiedenen Projekten – Geschäftsführer Joachim Brunswicker, Pressechef Hartwig Bleker und Betriebsratsvorsitzender Heinz Knue waren deshalb froh, dass ihr Unternehmen an der Anschaffung des Fahrzeuges mitwirken konnte.

Vitus-Geschäftsführer Michael Korden, der Leiter der Wohnanlage St. Josef, Hans Grönninger, sowie Marco Strodt,sowie Marco Strodt, zuständig für alle Wohnangebote und ambulanten Dienste im Bereich Lebensgestaltung, dankten Röchling und seinen Mitarbeitern für die großzügige Spende. Der neue Volkswagen Transporter T6 wurde eigens rollstuhlgerecht umgebaut und bietet Platz für drei Rollstuhlfahrer. Der Anschaffungspreis liegt bei 41.000 Euro.

Michael Korden sagte bei der Fahrzeugübergabe: „Inklusion erfordert Mobilität. Gerade Menschen, die stark körperlich eingeschränkt sind, können dank des neuen Autos noch besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben.“ Hans Grönninger schilderte, das Auto sei bereits vielfach im Einsatz gewesen, um zum Arzt zu fahren, zur Reittherapie, um Erledigungen zu tätigen oder einfach gemeinsam andernorts Zeit zu verbringen.

Da Vitus seine Wohnanlagen immer weiter dezentralisiert habe, um den Bewohnern Heimatnähe zu ermöglichen, stehe nicht mehr überall ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung, da die Mittel aus der sogenannten Regelfinanzierung über die Sozialsysteme dafür knapp seien. Deshalb bedeute ein zusätzliches Auto, das durch eine Spende ermöglicht werde, ein deutliches Plus an Teilhabe.

Die Wohnanlage St. Josef war 1976 errichtet und 1996 abgerissen und deutlich größer neu gebaut worden. Derzeit leben dort etwa 40 Menschen mit einer Behinderung unter der Obhut des Vitus-Werkes.


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