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18.10.2016, 07:56 Uhr KOMMENTAR ZUM WARTEHÄUSCHEN IN MEPPEN

Anekdote mit guter Nachricht

Kommentar von Markus Pöhlking

Der Fall des Wartehäuschens an der Esterfelder Stiege dokumentiert auch, dass Bürger mitunter ohne viel Aufwand Einfluss auf kommunaler Ebene ausüben können. Foto: Archiv/Michael GründelDer Fall des Wartehäuschens an der Esterfelder Stiege dokumentiert auch, dass Bürger mitunter ohne viel Aufwand Einfluss auf kommunaler Ebene ausüben können. Foto: Archiv/Michael Gründel

Meppen. Die Errichtung des Wartehäuschens an der Esterfelder Stiege hat in der Tat das Zeug zum Schildbürgerstreich. Zugleich zeigt sie aber auch, was Bürger auf kommunaler Ebene erreichen können, findet unser Kommentator.

Der Fall des Bushaltestellenhäuschens hat eigentlich das Zeug zu einer Anekdote. Trotzdem bleiben ein paar Ungereimtheiten. Etwa jene, warum die Bauarbeiten ohne Kenntnis der Stadt begannen. Oder jene, ob die Untauglichkeit der Konstruktion für den Standort nicht schon dem Unternehmen hätte auffallen können. Falls es sich tatsächlich schlicht um einen „Fehler“ handelt, sollte immerhin doch klar sein, dass dieser Fehler für Radfahrer schwerwiegende Folgen hätte haben können: Im Dunkeln mit dem Rad gegen einen Metallpfeiler zu prallen, ist keine Kleinigkeit.

Das Verhalten des Anwohners taugt insofern als gute Nachricht an der Geschichte: Egal ob nun Fehler, Kommunikationspanne oder falsche Ausführung – durch sein Verhalten hat er dazu beigetragen, dass die akute Gefahr durch die Stadt schnell aus der Welt geschafft wurde. Ohne großen Aufwand, schlicht durch ein paar Telefonate und seine begründete Einschätzung der Lage – durchaus ein positives Beispiel für Einflussmöglichkeiten von Bürgern auf kommunaler Ebene.


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