29.09.2016, 13:15 Uhr

Umbau des früheren Gestüts geplant Sport und Wellness im Meppener Höftehof


Meppen. Der Höftehof in Meppen-Nödike soll in einen Sport- und Wellness-Park umgewandelt werden. Mit den ersten Planungen hierzu hat sich der städtische Bauausschuss beschäftigt.

Konkret geht es im Bebauungsplan um den ersten Abschnitt eines insgesamt etwa vier Hektar großen Areals, das sich in Nödike westlich der Liebigstraße und südlich der Schwefinger Straße befindet. In diesem Gebiet liegt der früher als Gestüt genutzte Höftehof.

Wie Stadtplanerin Andrea Büring dem Planungs- und Bauausschuss erläuterte, haben die Betreiber des an der Siemensstraße gelegenen Sportparc Meppen den Höftehof erworben und wollen die Gebäude zu einem Sport- und Wellness-Park umnutzen. Daher soll für den Teilbereich, der den eigentlichen Höftehof betrifft, zeitnah Planungsrecht zur Umwandlung geschaffen werden. Die umliegenden Flächen, überwiegend Waldgebiet, werden demnach im zweiten Abschnitt des Bebauungsplans als Gewerbegebiet überplant.

Sorge wegen möglicher Verkehrsbelastung

Schon bevor das Thema während der Ausschusssitzung an der Tagesordnung war, kam es in der Einwohnerfragestunde zur Sprache. Im Mittelpunkt stand hierbei die Vereinbarkeit des Aus- und Umbaus mit der benachbarten Reitschule Breitenbergen.

Maria Fenske, Inhaberin dieser ebenfalls an der Liebigstraße gelegenen Reitschule, wies darauf hin, dass die Straße „für die Reiterei von großem Wert“ sei. Nicht nur die Besucher ihrer Reitschule, auch die von „acht weiteren Reithallen in Nödike mit je 30 bis 40 Pferden“ nutzten die Liebigstraße auf dem Weg in den nahen Wald. Fenske äußerte die Sorge, dass die Liebigstraße im Zuge des Höftehof-Umbaus zu einer Durchgangsstraße wird, deren Verkehr die Pferde und Reiter gefährden könnte.

Erschließung auch zur Schwefinger Straße

Baudezernent Dieter Müller unterstrich, man werde „keine Planung betreiben, die den Fortbestand der Reiterfunktion infrage stellt“. Eine Erschließung des Geländes, das im Flächennutzungsplan als gewerbliche Baufläche dargestellt ist, werde auch zur Schwefinger Straße hin erfolgen. Ob dort eine Durchgangsstraße entstehe oder nicht, „wird die weitere Planung zeigen“.

Der Ausschuss verabschiedete den Vorentwurf des Bebauungsplans einstimmig. Klaus Steinl (CDU) forderte die Bürger auf, ihre Vorstellungen zur Sache während der folgenden Beteiligung der Öffentlichkeit zu äußern.


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