08.09.2016, 11:30 Uhr

Knifflig bis ins letzte Detail Modellsammlung der Feuerwehr Meppen wird größer


Meppen. Der große Bruder, ein Geräte- und Logistikfahrzeug mit 13 Tonnen Gesamtgewicht, steht sauber herausgeputzt für die offizielle Indienststellung an der Feuerwache Meppen bereit. Daneben übergibt Modellbauer Roland Hoffmann das gleiche Fahrzeug im Maßstab 1:87 an die Meppener Blauröcke.

Der passionierte Modellbauer wurde 1947 in Meppen geboren und lebte bis 1968 auch in der Stadt an der Ems. Hoffmann arbeitete damals bei der Bundeswehr und zog später nach Celle. „Seit 1975 baue ich die Fahrzeuge originalgetreu im H0-Maßstab nach“, erzählt Hoffmann. So seien sämtliche Meppener Feuerwehrfahrzeuge in diesem bei Modellbauern und Eisenbahnfreunden sehr beliebten Maßstab zusammen gekommen.

„Vier Stück habe ich aber noch in Arbeit“, sagt Hoffmann, der weiter ausführt, dass das neue MAN-Fahrzeug gerade erst fertig geworden sei. Der Hersteller BTG aus Görlitz, der den neuen Truck der Meppener gefertigt hatte, hätte ihm Daten und Bilder dafür zur Verfügung gestellt. Hoffmann dankt dabei dem Unternehmen, das in der östlichsten Stadt Deutschlands zu Hause ist. Die Sachsen haben sich auf den Ausbau von Löschfahrzeugen in der mittleren Gewichtsklasse, sowie auf Sonder- und Logistikfahrzeuge spezialisiert.

„Leider kann ich der Meppener Wehr aber nicht beim neuen Kommandowagen helfen, da vom Ford-Kuga kein Modell im Maßstab H0 auf dem Markt existiert“, zeigt sich Hoffmann ein wenig traurig. Man benötige wenigstens ein sogenanntes Urmodell, um etwas nachbauen zu können, referiert der erfahrene Bastler weiter. „Übrigens wussten die Meppener nicht, dass ich am Modell des Geräte- und Logistikfahrzeugs saß“, schmunzelt er über den gelungenen Coup.

Drehleiter im Bau

Parallel arbeitete er am Nachbau der Meppener Drehleiter, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, da viele Teile schwer zu beschaffen sind. Selbst aus der Schweiz habe er Teile bezogen, da sogar renommierte Hersteller nicht hätten liefern können. „Die Drehleiter und das TLF-4000 stehen derzeit halb fertig in meiner Werkstatt“, erzählt er weiter.

Für das Modell des Geräte- und Logistikfahrzeugs habe er 55 Stunden benötigt, berichtet Hoffmann. Leider fehlten die Spiegel und die weißen, außen aufgedruckten Telefonhörer, da diese in der passenden Größe nicht zu bekommen seien. Der Hersteller des Ausgangsmodells, Herpa, sei sehr entgegenkommend und habe ihm zum Beispiel die Rolläden für das neue Meppener Sonderfahrzeug geschickt. „Zu den H0-Fahrzeugen fertige ich auch komplette Dioramen, welche die Meppener später als Dauerleihgabe von mir erhalten werden.“ Dioramen sind Schaukästen mit kleinen Szenenbilder für die Modelle. In seinem Celler Dioramen-Schrank befänden sich mittlerweile 50 solcher Szenenbilder, unter anderem eine Situation rund um die Hüvener Mühle, erzählt der Hobby-Modellbauer.


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