15.08.2016, 10:30 Uhr

Geschlagen und bespuckt Junge Mutter aus Meppen zu vier Monaten Bewährungsstrafe verurteilt

Wegen Bagatellstraftaten, ist eine zur Tatzeit 20-Jährige vom Jugendschöffengericht zu vier Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden.  Symbolfoto: Michael GründelWegen Bagatellstraftaten, ist eine zur Tatzeit 20-Jährige vom Jugendschöffengericht zu vier Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden. Symbolfoto: Michael Gründel

Meppen. Wegen Bagatellstraftaten ist eine zur Tatzeit 20-Jährige vom Jugendschöffengericht zu vier Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt worden.

Als Bewährungsauflage muss die in Meppen lebende Frau 40 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Sie war angeklagt, im Dezember 2015 in Bremen ein Päckchen Tabak in einem Supermarkt gestohlen und sich gegen ihre Identitätsfeststellung gewehrt zu haben, wodurch ein Verkäufer leicht verletzt wurde. Ihm spuckte die Frau ins Gesicht und seiner Kollegin griff sie schmerzhaft ins Haar.

Mutter versteckte Tabak im Einkaufswagen

Mit ihrer Schwägerin hatte die Mutter eines vierjährigen Kindes bei ihrem Einkauf ein Päckchen Tabak im Einkaufswagen unter einem kleinen Tretroller versteckt und ohne zu zahlen durch die Kasse gebracht. Dort wurde sie vom Personal des Marktes angehalten und ins Büro gebeten. Dagegen wehrte sie sich, trat um sich und schlug einer Verkäuferin die Brille vom Gesicht und riss sie an den Haaren.

Sie soll schwanger gewesen sein, sagte sie später

Da sie kein Wort Deutsch sprach, musste ihre Aussage Wort für Wort von einem Dolmetscher übersetzt werden. In ihrer Aussage gab sie an, sie sei zu der Zeit schwanger gewesen, deswegen habe sie sich gegen das Festhalten gewehrt. Sie habe nicht gezielt nach dem Ladenpersonal getreten.

Schlagen und Spucken gegen die Bediensteten

Aus Bremen waren vier Zeugen zum Gerichtstermin geladen und erschienen. Sie schilderten den Ablauf weniger dramatisch, als er in der Anklageschrift dargestellt war. Die Frau habe sich aber vehement durch Schlagen und Spucken gegen die Bediensteten des Markts zur Wehr gesetzt. Sie sei dabei beobachtet worden, wie sie den Tabak unter dem Tretroller deponierte und dann an der Ladenkasse vorbei schob.

40 Stunden soziale Arbeit

Die junge Frau lebt getrennt von ihrem Ehemann, der auch ihre derzeitige Wohnanschrift nicht erfahren durfte.

Der Staatsanwalt beantragte gegen die junge Frau 90 Tagessätze zu je zehn Euro, was drei Monaten entspräche. Das Jugendschöffengericht ging nach dem Plädoyer des Verteidigers leicht über den Antrag. Das Urteil lautete auf vier Monate auf Bewährung. Einbezogen in das Urteil wurde eine offene Verurteilung wegen Schwarzfahrens. Als Bewährungsauflage muss die Frau 40 Stunden soziale Arbeit ableisten. Verurteilt wurde sie wegen des Diebstahls geringwertiger Sachen und einfacher Körperverletzung.


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