08.02.2016, 12:36 Uhr

Neuer Chefarzt am Ludmillenstift Wolfram von Bernstorff leitet Gefäßchirurgie in Meppen

Neuer Kollege am Ludmillenstift: Wolfram von Bernstorff (links) im Gespräch mit Chefarzt Volker Lauff. Foto: Sonja BrunsNeuer Kollege am Ludmillenstift: Wolfram von Bernstorff (links) im Gespräch mit Chefarzt Volker Lauff. Foto: Sonja Bruns

Meppen. Das Krankenhaus Ludmillenstift baut sein medizinisches Leistungsspektrum weiter aus. Prof. Dr. med. Wolfram von Bernstorff ist seit Jahresbeginn Chefarzt der Gefäßchirurgie.

„Die Patientenzahlen steigen seit Jahren und die Chirurgie spezialisiert sich immer weiter. Daher wollen wir den Schwerpunkt Gefäßchirurgie weiter ausbauen“, betonte Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken. Laut einer Pressemitteilung profitierten Patienten heute von den neuen Möglichkeiten der minimalinvasiven Therapie von Gefäßerkrankungen, beispielsweise mit Stentprothesen.

„Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung und einer zunehmenden Häufung von Stoffwechselerkrankungen Gefäßerkrankungen weiter zunehmen werden. Daher freue ich mich sehr über die Unterstützung“, sagte Volker Lauff, Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie am Ludmillenstift.

Fachübergreifend tätig

„Das Ludmillenstift hat mich aufgrund des hohen medizinischen Standards, der Interdisziplinarität und der sehr guten medizinischen Ausstattung überzeugt“, sagte der 50-jährige von Bernstorff. Die fachübergreifende Zusammenarbeit werde im Ludmillenstift großgeschrieben. Demnach werde die Gefäßchirurgie weiter eng mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Thoraxchirurgie sowie der Anästhesie zusammenarbeiten.

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Zudem wird von Bernstorff bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten involviert sein, die im Ludmillenstift in Kooperation mit der Neurologie, der Neuroradiologie und der Neurochirurgie durchgeführt wird. „Diese Zusammenarbeit möchte ich gern fortführen und noch intensivieren.“

Der Mediziner absolvierte sein Studium in Bochum, Bonn und England sowie weitere Teile der Ausbildung in der Schweiz, den USA und Guinea. Nach seinem Studium war er an den Universitätskliniken in Göttingen und Kiel sowie im Kreiskrankenhaus Bad Segeberg tätig. Zwischen 1996 und 1998 forschte er an der Harvard Medical School in Boston und arbeitete in den vergangenen zehn Jahren an der Universitätsmedizin Greifswald. Dort wurde ihm die außerordentliche Professur verliehen.

Schwerpunkt Gefäße

Der Vater von vier Kindern wechselt damit von der Ostsee an die Ems. „Ich bin in Göttingen geboren und in Hamburg aufgewachsen, in Greifswald habe ich glückliche Jahre verlebt. Als Nordlicht mag ich die norddeutsche Mentalität und freue mich auf das Leben in Meppen“, sagte von Bernstorff.

Fachlich deckt der Arzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie alle gängigen Eingriffe am Gefäßsystem ab. Dazu gehören sowohl die Behandlung verengter Gefäße, zum Beispiel Halsschlagadern, als auch die Versorgung von Gefäßaussackungen oder Aneurysmen, insbesondere an der Bauchschlagader. Die Therapie von Krampfadern, das Schaffen von Dialysezugängen, auch als Shuntchirurgie bekannt, und das Einsetzen von Bypässen gehören außerdem zu seinem breiten Leistungsspektrum.

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„Wir freuen uns sehr, Herrn Professor von Bernstorff in unserem Haus zu begrüßen. Mit der Gefäßchirurgie erweitern wir sinnvoll das Leistungsspektrum für unsere Patienten, um aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Versorgung gerecht zu werden“, sagte Verwaltungsdirektor Wolken.


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