08.09.2015, 09:57 Uhr

42-jährige Bianca Meyering Emsländerin arbeitet als Komparsin in Fernsehen


Meppen. „Auf Streife“, „Mein dunkles Geheimnis“ oder „Die Leuchte des Nordens“ – als Komparsin und Kleindarstellerin stand die Emsländerin Bianca Meyering schon für einige TV-Sendungen vor der Kamera. Als Komparsin ist sie nur Bruchteile von Sekunden im Bild, als Kleindarstellerin hat die 42-jährige Meppenerin sogar eine Sprechrolle.

Eigentlich arbeitet die Emsländerin bei einer Behörde, für ihre Fernseh-Rollen schlüpft sie wie ein Schauspieler in eine ganz andere Person. In „Mein dunkles Geheimnis – Das Schwiegermonster“ spielt sie eine Hochzeitsplanerin. Für den Dreh wird ein Brautmodengeschäft in Hamburg angemietet und sie muss ungefähr eine DIN A4 Seite Text auswendig lernen.

Umziehen und Stylen

Umziehen, stylen und dann geht es ans Eingemachte. Damit am Ende alles sauber zusammen geschnitten werden kann, nimmt das Produktionsteam verschiedene Sequenzen auf. „Beim ersten Durchlauf wird die komplette Szene abgedreht, in welcher jeder seinen Text vollständig spricht. Bei weiteren Durchläufen werden Profilaufnahmen gemacht. Es kommt immer darauf an, wie viele Personen an der Szene beteiligt sind“, erklärt die Laien-Schauspielerin.

250 Euro pro Rolle

Zwischen 60 und 250 Euro bekommt man für so eine Rolle – kein schlechter Verdienst, wenn man auch das Drumherum bedenkt:

Am Set wird immer für Essen und Trinken gesorgt, die Teams kümmern sich, damit alle am richtigen Platz stehen. Außerdem lerne man so viele Leute kennen und könne Kontakte knüpfen. Ein anderer Bonuspunkt sind die verschiedenen Städte, die man während des Aufenthalts sieht. „Da die Drehs häufig in großen Städten, wie Hamburg, Köln oder Frankfurt stattfinden, kann man einen Drehtag auch hervorragend mit einer Sightseeing-Tour verbinden“, merkt sie an.

Von Agenturen betreut

Ganz wichtig seien auch die verschiedenen Agenturen, die Komparsen und Kleindarsteller in ganz Deutschland vermitteln. „Bei allen Agenturen wurde ich gut betreut und die Zusammenarbeit war immer großartig“, findet Bianca Meyering. Sie arbeitet mit mehreren Agenturen zusammen und möchte auch andere Menschen ermutigen, einfach mal aus ihrer Haut zu kommen und die Perspektive zu wechseln. Viele Agenturen seien ständig auf der Suche nach neuen Gesichtern und freuen sich über Bewerbungen.

Auf Streife

Jeder kann Komparse sein, man muss nur neugierig sein und sich auf neue Dinge einlassen können. Was also tun, wenn es kein Drehbuch gibt? Nicht verzweifeln, einfach spielen. Für ihre Rolle in „Auf Streife – Mein, meins, deins“ gab es nur einen kurzen Handlungsstrang, aber keine stringente Folge der Abläufe. Was viele nicht wissen: Die Polizisten sind echt, alles andere wird gespielt, beruht aber auf wahren Begebenheiten. Sie ist nur ganz kurz im Bild zu sehen und anders als bei der Sat 1 Produktion, wurde hier nur ein Mal gedreht.

Kein Zwang

„Jeder Dreh ist anders, aber immer spannend. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, es auszuprobieren. Man bekommt auch keine Rolle aufgezwungen, sondern hat stets die Möglichkeit, das Angebot abzulehnen.“ Eine Rolle wird sie garantiert nicht ablehnen, die Emsländerin würde gerne bei „Der Staatsanwalt“ mitspielen. Ob das klappt, kann sie im Moment noch nicht sagen.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und es Bianca Meyering gleich tun möchte, kann sich gerne bei diesen beiden Agenturen melden: FAMEonME in Köln (www.fameonme.de) oder Laurence Promotion in Wiesbaden (www.laurencepromotion.de).


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