26.06.2015, 10:17 Uhr

„Zur Finka“ in Rühle Stadtverwaltung: Kein Bordell im Meppener Stadtgebiet

Ein Etablissement im Meppener Umland. Foto: Matthias Engelken.Ein Etablissement im Meppener Umland. Foto: Matthias Engelken.

Meppen. Sie nennen sich „Haifischbar“, „Blaue Lagune“ oder auch „Zur Finka“. Gemeint sind Etablissements des Rotlichtmilieus im Emsland. Die beiden Letztgenannten gibt es im Meppener Umland. Dabei existiert zumindest offiziell im gesamten Meppener Stadtgebiet kein einziges Bordell.

„Der Stadtverwaltung liegen keine Anmeldungen zum Betrieb eines Bordells vor“, sagte Pressesprecher Florian Jürgens auf Anfrage unserer Zeitung.

Ein vergleichbares Etablissement könnte nach seiner Einschätzung jedoch das Privat-Haus „Zur Finka“ am Emsufer 99 in Rühle darstellen.

Das Haus weise jedoch seinerseits ausdrücklich darauf hin, dass die dortigen Räumlichkeiten den „anwesenden Frauen bzw. Hostessen“ zur Verfügung gestellt werden. Diese würden dann wiederum auf eigene Rechnung arbeiteten.

Die Eigentümer des Gebäudes legten Wert darauf, dass „eventuell in Anspruch genommene Dienstleistungen der Frauen kein Rechtsverhältnis zum Kunden begründeten und dem Privat-Haus Zur Finka.“

Nach Informationen unserer Zeitung soll es aber noch mindestens ein weiteres Etablissement in Meppen geben. Früher firmierte es entsprechend seiner geografischen Lage unter „Tuntel 16“. Inzwischen werben dort wieder „nette Girls“ in hiesigen Medien. Die Adresse ist dieselbe. Das Ganze heißt jetzt aber „Blaue Lagune“. Die Anzeige verspricht Kunden in Versen: „Hier werden Träume wahr.“

In der Anfrage an die Stadtverwaltung wollte unsere Redaktion zudem wissen, ob die Eröffnung beziehungsweise der Betrieb eines Bordells von der Stadtverwaltung oder einer anderen Behörde überhaupt genehmigt werden muss.

Nach Angaben der Stadt ist gewerberechtlich keine Genehmigung erforderlich. Dies könnte sich jedoch schon bald ändern, „da derzeit an einer Novellierung des Prostitutionsgesetzes gearbeitet wird“.

Für den Betrieb eines Bordells seien aber, – wie bei jedem anderen Gewerbebetrieb – bauordnungsrechtliche Bestimmungen zu erfüllen. So sei beispielsweise der Betrieb eines Bordells in einem Wohngebiet nicht zulässig.

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