19.05.2015, 14:36 Uhr

Zehn Jahre Naturschutzstiftung Ludger Pott kennt den „Pfad des Glücks“ im Emsland

Alle mal herhören: Der Moorinformationspfad in Esterwegen hat für alle Altersgruppen viel zu bieten.Foto: Emsland-TouristikAlle mal herhören: Der Moorinformationspfad in Esterwegen hat für alle Altersgruppen viel zu bieten.Foto: Emsland-Touristik

Meppen. Die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland ist inzwischen zehn Jahre alt. Der Kreistag zog in seiner letzten Sitzung eines positive Bilanz.

Wo ist der Pfad des Glücks? Ludger Pott weiß es. „Im Birkenbruchwäldchen hinter der Nazarethkirche in Twist“, würde der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis und Geschäftsführer der Naturschutzstiftung antworten. Die hatte ebenfalls daran mitgewirkt, damit in Kooperation mit dem Internationalen Naturpark Bourtanger Moor–Bargerveen neben dem Pfad aus EU-Mitteln ein Radweg, eine Waldlernstation und eine Raststation mit Bildertafeln zur Moorkolonisierung und zum Kirchenbau 1954 verwirklicht werden konnte. Die Stiftung ist inzwischen zehn Jahre alt. Zum Geburtstag gab es viel Lob von den Mitgliedern des Kreistages.

Dort hatte Landrat Reinhard Winter eine positive Bilanz der Arbeit der Stiftung seit ihrer Gründung am 23. Mai 2005 gezogen. Der Zweck der Stiftung besteht nach seinen Worten in der Förderung des Natur- und Landschaftsschutzes im Landkreis Emsland. Eine weitere Kernaufgabe sei die Umweltbildung. Winter wies auf zahlreiche von der Stiftung initiierte und realisierte Projekte hin. Die Natur sei ein wertvolles Kapital im Emsland. Die Naturschutzstiftung habe einen großen Anteil daran. Winter verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass der Landkreis rund 20000 Hektar Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete in einer Größenordnung von 39000 Hektar aufweise. An diesem prägenden Landschaftsbild habe auch die Naturschutzstiftung ihren Anteil. Der Landrat dankte Pott und seinem Team für die engagierte Arbeit.

Wie viel Leidenschaft der Umweltfachmann in diese Arbeit steckt, war aus seinem Vortrag unschwer herauszuhören. „Ohne Fläche kein Naturschutz“, begründete Pott als Geschäftsführer den Ankauf von 254 Hektar in den vergangenen Jahren für rund 4,5 Millionen Euro. Eine halbe Million Euro flossen nach seinen Angaben in Projekte zur Verbesserung von Natur und Landschaft.

Bernd van der Ahe (CDU), Vorsitzender der Naturschutzstiftung, sprach von einer guten Entscheidung des Kreistages 2005, die Stiftung zu gründen. Ähnlich äußerten sich Ulrich Wilde von der SPD und Michael Fuest von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Auch der Lingener lobte die Arbeit von Pott und der Stiftung, erinnerte aber auch daran, dass diese Arbeit für den Naturschutz aus seiner Sicht „an vielen Stellen Schadensbegrenzung ist“. Gerhard Henkel (FDP) meinte gleichwohl, dass der Kreis auf einem guten Weg sei, wenn auch noch nicht am Ziel. Eine Lanze für Landwirte und Jäger beim Naturschutz brach Hermann-Josef Abeln (UWG). Naturschutz gehe nur mit beiden Gruppen gemeinsam.


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