16.02.2015, 20:02 Uhr

Ausstellung eröffnet Meppen zeigt Familienleben im Wandel der Zeit


Meppen. „Wir möchten die Entwicklung der Familie im Wandel der Zeit von 1950 bis 2015 sichtbar machen“: Mit diesen Worten hat der Vorsitzende des Deutschen Familienverbands (DFV) in Niedersachsen, Manfred Frühling, im Kreishaus Meppen die Wanderausstellung „Familienbilder im Wandel der Zeit“ eröffnet, die bis zum 23. Februar während der Öffnungszeiten zu sehen ist.

Zur Eröffnung begrüßte Emil Klünder, Vorsitzender des DFV-Kreisverbands Emsland-Nord und Ausrichter der Ausstellung, besonders MdL Bernd-Carsten Hiebing, den Ersten Kreisrat Martin Gerenkamp und die stellvertretende Meppener Bürgermeisterin Annelene Ewers. Die Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen (AGF) zeigt die veränderte Lebenswirklichkeit von Familien in Bildern und Zahlen der vergangenen 50 Jahre anhand von Familienfotos in Schwarz-Weiß und in Farbe. Statistiken veranschaulichen, wie sich das Leben und die Definition von Familie seit 1950 verändert haben.

Die Ausstellung im Kreishaus bietet den Besuchern einen Rundgang durch alle Facetten des Familienlebens, wie zum Beispiel Alleinerziehende, Vaterrolle, Eheschließungen, Kinderwunsch, alternative Lebensformen. Die Präsentationstafeln werden ergänzt durch die interaktiven Objekte Paarwippe, Zeitkuchen und ein Abstimmungsbarometer.

Eine Einführung in die Ausstellung gab der Landesvorsitzende Manfred Frühling. Er zeichnete den Weg von der männlichen Versorgerehe, in der die Ehefrau für Haushalt und Kindererziehung zuständig war, bis in die heutige Zeit, in der immer mehr Paare erst gar nicht mehr heiraten. „Wussten Sie, dass bis 1974 Frauen in Deutschland nur mit Zustimmung des Ehegatten arbeiten durften?“ 1980 habe man noch nicht nach Lebensgemeinschaften gefragt. Eine weitere Neuerung gab es 2005: Das Statistische Bundesamt passte den Familienbegriff an veränderte Lebensverhältnisse an. Erst mit den Eltern-Kind-Gemeinschaften fanden auch nicht-eheliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter Berücksichtigung. Heute stelle sich die Situation oft so dar, dass Frauen mitarbeiten müssten, damit die Familie überhaupt noch finanziell überleben könne. Eine Tafel zeige, so Frühling, das Thema Zuwanderung. „Der Familienverband möchte alles tun, um gerade diese neue Vielfalt in die Gesellschaft einzubinden. Migration ist aber keine leichte Aufgabe.“

Auch im Emsland sei die Familie im Wandel, hinterlasse der demografische Wandel deutliche Spuren, betonte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Und der Zuzug von Ausländern unterstreiche die Bedeutung derMigration. Der Kreis Emsland schaffe seit Jahren viele Rahmenbedingungen, um gerade auch Familien mit Kindern zu unterstützen und zu fördern, um für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen. Nicht ohne Grund gehöre das Emsland zu den familienfreundlichsten Regionen in ganz Deutschland.


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