30.10.2014, 10:53 Uhr

Hund kann gerettet werden Offenbar Giftköder im Esterfelder Forst ausgelegt


Meppen. Im Esterfelder Forst in Meppen ist offensichtlich ein Giftköder ausgelegt worden. Dort hat ein Hund beim Verlassen des Waldes ein Stück Fleisch aufgenommen und kurz darauf massive Vergiftungserscheinungen wie starke Blutungen gezeigt. Er konnte durch eine tierärztliche Notfallbehandlung gerettet werden.

Nach Informationen unserer Redaktion befand sich der Giftköder in dem Wald in der Nähe der Meppener Freilichtbühne. Dort gehen zahlreiche Kreisstädter mit ihren Hunden spazieren.

Die Polizei erklärte auf Anfrage unserer Redaktion , ein aktueller Giftköder-Fall sei nicht bekannt.

Erst im September hatte ein Vierbeiner nicht allzu weit entfernt im Forst im Bereich der Sommerfeldstraße ein Stück mit Gift präpariertes Fleisch gefressen ( wir berichteten ). Auch er überlebte nach ärztlicher Versorgung.

Wie berichtet waren zudem im April auf dem Schulhof des Kreisgymnasiums St. Ursula in Haselünne Giftköder entdeckt worden. Den Fund machte der Hausmeister der Schule seinerzeit vor Unterrichtsbeginn. Die Köder waren dort in Form von Innereien auf Alufolie offen ausgelegt. Die Polizei ging davon aus, dass sie mit Gift durchsetzt waren, da beim Auseinanderschieben des Fleisches im unteren Bereich verdächtige blaue Körner entdeckt wurden.

Um für mögliche Fälle gewappnet zu sein, empfiehlt Marco Schlösser, Administrator der Facebook-Gruppe „Giftköder im Emsland und Grafschaft Bentheim“ , bei Spaziergängen mit dem Hund immer die Telefonnummer des Tierarztes bei sich zu haben. „Wenn weitere Fleischstücke gefunden werden, bitte sofort die zuständige Polizei benachrichtigen“, so Schlösser. „Die Fleischstücke bitte mit äußerster Vorsicht (Handschuh) anfassen, damit man sich nicht selbst in Gefahr bringt. Sollte ein Tier trotz aller Vorsicht etwas aufnehmen, bitte direkt den Tierarzt konsultieren.“

Weitere Nachrichten aus Meppen finden Sie unter www.noz.de/meppen


0 Kommentare