25.10.2010, 13:44 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Altprobst Heinrich Meyer verstorben Propst Meyer gestorben

Propst Heinrich Meyer (1929 bis 2010). Foto: Willy RavePropst Heinrich Meyer (1929 bis 2010). Foto: Willy Rave

Meppen. Im Alter von 81 Jahren ist am vergangenen Samstag Altpropst Heinrich Meyer gestorben. Er hatte die letzten Monate seines Lebens im Meppener Marienhaus verbracht. Wie Propst Dietmar Blank gestern mitteilte, wird die Beerdigung seines Amtsvorgängers an diesem Donnerstag um 14 Uhr in der Propsteikirche mit der Eucharistiefeier beginnen.

Blank erinnerte an die zahlreichen Stationen, an denen Propst Meyer im Laufe seines Lebens das getan habe, was er am liebsten tat: Mit den Menschen zusammen und für sie da zu sein. Heinrich Meyer stammt aus Apeldorn, wo er am 19. April 1929 zur Welt kam. Er wurde am 26. Juli 1954 in Osnabrück zum Priester geweiht. Danach war er als Vikar beziehungsweise Kaplan in Hamburg, Emsbüren und Ankum tätig, bevor er 1965 Pfarrer der Meppener St.-Paulus-Gemeinde wurde.

Im Jahre 1975 ernannte ihn der Bischof zum Propst und Pfarrer von St. Vitus in Meppen, 1992 wurde er zusätzlich Pfarrer in Meppen-Teglingen. Von 1971 bis 1990 war er Dechant des Dekanates Meppen, davon zwölf Jahre bis 1990 auch Emslanddechant. Von 1975 bis 1999 kümmerte er sich als Vorsitzender des Kuratoriums des Ludmillenstiftes auch intensiv um das Meppener Krankenhaus.

Seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Mai 1999 lebte er gemeinsam mit seiner Schwester Helene, die ihn jahrzehntelang begleitet hat, in der St.-Paulus-Gemeinde und half in der Seelsorge mit.

Auch in seiner Zeit im Marienhaus las Meyer regelmäßig die heilige Messe. Zum goldenen Priesterjubiläum, das Meyer 2004 feierte, erfuhr er viel Zuspruch von Generalvikar Theo Paul, der ihn als „Priester mit den Eigenschaften eines guten Gärtners“ bezeichnete.

„Natur und Schöpfung waren Heinrich Meyer ein stetes Anliegen“, erinnert sich Propst Blank. So sei Meyer leidenschaftlich gern Jäger und Imker gewesen. Seine Weltoffenheit habe sich bei zahlreichen Reisen gezeigt, die ihn unter anderem nach Indien oder Südamerika, aber auch 20-mal ins Heilige Land, also nach Israel, geführt hätten. Dort war er als kundiger Reiseführer bekannt.


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