21.04.2017, 15:30 Uhr

Lesen, fantasieren und stöbern Meller Experten geben Tipps zum Welttag des Buches

Öfter mal ein Buch in die Hand nehmen empfehlen Sabine Wallbaum, Ulrike Koop und Waltraud Heil von der Stadtbibliothek. Foto: Simone GraweÖfter mal ein Buch in die Hand nehmen empfehlen Sabine Wallbaum, Ulrike Koop und Waltraud Heil von der Stadtbibliothek. Foto: Simone Grawe

Melle. Lesen bildet, erweitert den Horizont, ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und entführt in die Welt der Fantasie: Rund um den Welttag des Buches dreht sich auch in der Stadtbibliothek alles um den Kosmos der gedruckten Sprache.

In der Summe mehr als 37000 Medien und eine Bilanz von 380000 Entleihungen im vergangenen Jahr: Diese Zahlen belegen, dass die Meller ein fleißiges Lesevölkchen sind. Das kann Leiterin Ulrike Koop, die die Bibliothek mit einer Handvoll hauptamtlichen Mitarbeitern und 28 ehrenamtlichen Kräften betreut, nur bestätigen.

Meller Lesewelten

Speziell am 23. April, dem Welttag des Buches, plant die Einrichtung keine besondere Aktion. Vielmehr wird am Dienstag die Reihe der „Meller Lesewelten“ in Kooperation mit der VHS fortgesetzt. „Ausgewählt und vorgestellt - Lesetipps zum Vorlesen für Kinder“ ist ab 19.30 Uhr das Thema des Abends: „Es werden Kinderbücher und Bilderbücher vorgestellt und daraus vorgelesen“, sagt Ulrike Koop. Sie ist schon ganz gespannt auf die beiden letzten Termine in der Reihe, wo es einmal um Lesetipps zum Vorlesen für Erwachsene und Senioren geht und zum anderem um das Thema, wie (Fach) Texte gelesen und verstanden werden: „Diese Themenreihe spiegel die Vielfalt einer Bibliothek wider“.

Längst nicht mehr ist die Stadtbibliothek ein Ort der Stille, ganz im Gegenteil, verdeutlicht ihre Leiterin: „Wir sind keine Leihstelle, wo man nur rein und raus geht, sondern vielmehr ein Ort der Begegnung. Hier treffen sich die Menschen, sie trinken Kaffee, plaudern, tauschen sich aus, stöbern oder besuchen unsere Veranstaltungen“, berichtet Ulrike Koop.

Vom Kleinkind bis zum Senior

Als Treffpunkt aller Generationen reicht die Palette der lesehungrigen Kunden von den zwei- bis dreijährigen Kindern in den Loslesegruppen, über Kindergarten- und Schulgruppen bis hin zu Jugendlichen, die vermehrt die Bibliothek aufsuchen, bis hin zu den Erwachsenen. Und was kann Ulrike Koop als aktuellen Lesestoff empfehlen? „Das Auge des Zoltars“ von Jasper FForde: „Fantasie für jedes Alter“, beschreibt Ulrike Koop. Ganz neu hereingekommen ist der grafisch aufwendig gestaltete Band: „Wo die Geschichten wohnen“ von Oliver Jeffers: „Ein Hommage an die Freude am Lesen“, kommentiert die Buchexpertin.

Gib dem Buch eine Chance

Wer Anregungen für einen Tagesauflug sucht, sollte mal das Buch „Die Senne entdecken“ von Ludwig Teichmann aufschlagen. Dies sei ein äußerst gelungenes Beispiel, wie mit tollen Fotografien die Vielfältigkeit einer Kulturlandschaft dargestellt wird, sagt Koop. Als schönen Stöberband bewertet sie den Wälzer „1001 TV-Serien“, der einen Streifzug durch die besten Serien der Filmgeschichte bietet.

Als hochinteressant und aufwendig illustriert beurteilt sie das Sachbilderbuch „Bienen“ von Piotr Socha, und auch „Der Dinge-Erklärer“ von Rondall Munroe beschreibt verständlich und witzig technische Geräte oder die Wetterkarte. Vielfalt über Vielfalt: „Gib dem Buch eine Chance“, rät Ulrike Koop.


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