27.03.2017, 13:41 Uhr

Zwei zusätzliche Lehrerstellen „Tag der Elektromobilität“ an den BBS Melle


Melle. Tom Schumann muss nur einen Kippschalter umlegen und schon ist das E-Auto kaputt. Das simulierte E-Auto freilich, denn die Rede ist vom neuen Hochvolt-Elektromobilitätsstand an den BBS. Um die Anschaffung in den Fokus zu rücken, hat die BBS einen „Tag der Elektromobilität“ durchgeführt.

„Das ist die Technik der Zukunft“, sagt BBS-Lehrer Reinhard Stockmann als Teamleiter Fahrzeugtechnik zu den E-Mobilen, „und wir als Schule müssen in diese Technik investieren.“ Der Hochvolt-Elektromobilitätsstand „Car Train“ kann diverse Antriebssysteme für E-Autos simulieren: Elektro, Parallelhybrid, Seriellhybrid und leistungsverzweigter Hybrid. Nun muss BBS-Lehrer Tom Schumann nur noch einen kleinen Schalter betätigen und schon arbeitet der simulierte Motor nicht mehr. Die Schüler dürfen dann nach dem Fehler suchen.

Um die Neuanschaffung mit Gesamtkosten von 30000 Euro ins rechte Licht zu rücken, hatten die BBS zum „Tag der Elektromobilität“ örtliche Autohäuser und Ausbildungsbetriebe sowie die Kfz-Mechatroniker des dritten Lehrjahres, die Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik und die Klasse 12 der FOS Technik eingeladen.

„Wir wollen deutlich machen, dass wir auf der Höhe der Zeit sind“

Auf dem Schulhof standen einige Elektromobile zum Begutachten, außerdem ein E-Golf zum Fahren, der bei den jungen Leuten ständig gefragt war.

Einige Firmenvertreter trafen sich derweil zum Gedankenaustausch mit der BBS-Führung. „Die Zusammenarbeit zwischen uns und den Betrieben ist wichtig“, betonte dabei BBS-Leiter Hermann Krüssel, „wir wollen deutlich machen, dass wir auf der Höhe der Zeit sind.“ Der stellvertretende BBS-Leiter Claus Dötzer berichtete, dass die Kfz-Technik „deutlich ausgebaut“ werden soll, die E-Mobilität sei quasi der Ausgangspunkt dieser Initiative. Heinrich Buermann, Koordinator Metall-, Fahrzeug-, Elektrotechnik und Körperpflege verwies darauf, dass die Kfz-Ausstattung der BBS aus dem Jahr 1971 stamme: „Irgendwann ist das nicht mehr zu stemmen.“ Diese Aussage ging wohl in Richtung der ebenfalls anwesenden Regierungsschuldirektorin Martina Otto-Schindler; in der Hoffnung, sie möge die Botschaft nach Hannover tragen. Immerhin wurde der Personalbestand der BBS um zwei Stellen aufgestockt, darauf verwies die Regierungsschuldirektorin; eine davon im Kfz-Bereich, eine in der Metalltechnik, die durchaus Schnittmengen mit der Kfz-Technik aufweist. Außerdem habe der Landkreis das Schulbudget erhöht.


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