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24.01.2017, 15:21 Uhr KOMMENTAR ZUM MÜHLEN-ABRISS

Rechtzeitig um Melles historische Bauten kümmern

Kommentar von Christoph Franken

Diese nachträglich angebrachte Haube kostete die Mühle ihren Status als denkmalgeschütztes Bauwerk Archivfoto: Stadtverwaltung MelleDiese nachträglich angebrachte Haube kostete die Mühle ihren Status als denkmalgeschütztes Bauwerk Archivfoto: Stadtverwaltung Melle

Melle. Den Abriss der historischen Windmühle in melle kommentiert für das „Meller Kreisblatt“ dessen Lokalchef Christoph Franken.

Die Hainsche Mühle, die Schwanenmühle, das Engelgarten-Fachwerkgebäude und jetzt die Windmühle in Drantum: Melle hat in den vergangenen Jahren viel historische Bausubstanz verloren.

Für jeden Einzelfall gab es jeweils gute Gründe für einen Abriss. Das gilt auch jetzt für die 157 Jahre alte Windmühle. Aber in der Summe wird die Stadt dadurch immer gesichtsloser, denn die heutigen Neubauten mögen zwar zweckmäßig und energieeffizient sein: Schön sind sie in aller Regel nicht und auch das Wort prägend verbindet sich mit ihnen kaum.

Die Gemengelage von unterschiedlichen privaten und öffentlichen Interessen macht es oft schwierig, schöne alte Gebäude zu erhalten. Dennoch wäre es auch im Sinne von Stadtentwicklung hilfreich, sich rechtzeitig um Häuser aus der guten alten Zeit zu kümmern und mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören guter Wille und Geld. Die Firma Melos zeigt mit den den beiden alten Villen an der Oldendorfer Straße, wie das gehen kann. Aber auch die Rudel-Villa am Bahnhof und das Temme-Gebäude können sich sehen lassen. Es geht doch!


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