01.12.2016, 12:00 Uhr

Eine der größten Modellsammlungen Fachmann restauriert im Meller Automuseum Flugzeuge

Vor dem passenden Hintergrund fotografiert Alexander Krop die Modelle zur Katalogisierung. Foto: Sigrid SprengelmeyerVor dem passenden Hintergrund fotografiert Alexander Krop die Modelle zur Katalogisierung. Foto: Sigrid Sprengelmeyer

Melle. Seit fünf Jahren besitzt das Automuseum eine der größten deutschen Modellflugzeug-Sammlung mit 900 Modelflugzeugen als Dauerleihgabe. Vom Lilienthalgleiter bis zum Tarnkappenflieger ist alles an Modellen dabei, was das Sammlerherz erfreut. Gerade ist wieder Restaurator Alexander Krop in Melle.

Der europaweit in der Szene bekannte Alexander Krop aus Simbach am Inn, ist der Erbauer der meisten Modelle im Museum. Er kümmert sich in regelmäßigen Abständen um die Ausstellung. In dieser Woche konnte ihm bei den Restaurationsarbeiten und der Katalogisierung über die Schulter geschaut werden.

1990 hatten sich Krop und der Osnabrücker Textilkaufmann und Flugzeugmodellsammler Dieter Rauschen kennengelernt. Aus Platzgründen wollte Krop sich von seinen damals 700 Modellen trennen und der begeisterte Privatflieger Dieter Rauschen hatte die Idee, sie in seinem Büro in Vitrinen auszustellen. „Dieter Rauschen sagte es sei aber noch zu wenig und ich solle ihm alles bringen, was ich baue. Und ich brachte ihm so alle zwei Jahre 50 neue Modelle. Für ihn war es immer wie Weihnachten, wenn ich mit neuen Modellen kam“, erzählte Krop lächelnd. Aber auch eine Büroetage ist irgendwann voll und der mittlerweile verstorbene Dieter Rauschen hatte die Idee, gemeinsam mit seinem Freund Heiner Rössler die Sammlung ins Automuseum zu holen. 2012 zogen rund 700 Modellflugzeuge um.

Fotos vor Kulisse

Die jetzigen Restaurationsarbeiten an der Sammlung dauern eine Woche und beinhalten neben dem Aus- und Einräumen der Vitrinen die genaue Begutachtung der Modelle. Kleine Schäden werden vor Ort sorgsam ausgebessert. Für die Diashow im Museum fotografiert der Wandmalkünstler Krop seine Modelle zusätzlich vor einer real wirkenden selbstgestalteten Kulisse.

2000 Modelle gebaut

Krop hat mit sieben Jahren begonnen, seine ersten Modelle zu bauen, „Meinen ersten Modellbausatz habe ich mir in einem ganz kleinen Laden für 2,50 Mark gekauft. Ab diesem Zeitpunkt bekamen mein Bruder und ich als Belohnung für gute Leistungen immer einen Modelbausatz“, erzählte der Künstler, der viele seiner Modelle freihändig bemalt hat. Aber er baut nicht nur mit Bausätzen. Er baut mit allem, was er in die Finger bekommt, sei es Draht, Papier oder kleine Plastikstücke. Seine kleinen Werke sind großartig und es stecken Herzblut und die Liebe zum Detail in seinen Modellen. Bis heute hat Krop in etwa 2000 Modellflugzeuge gebaut. „Die Bandbreite nimmt kein Ende, da aus Tschechien und Russland gigantisch viele Modelle rüberkommen“, freut sich der leidenschaftliche Modellbauer über weitere Arbeit.


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