30.11.2016, 14:46 Uhr

Meldeschluss ist der 3. Januar Gomel-Kinder: Noch keine Meller Gasteltern in Sicht

Hoffen auf Gasteltern für ihre Gomel-Schützlinge: Anne Grothaus (links) und Dagmar zur Nedden. Foto: Christoph FrankenHoffen auf Gasteltern für ihre Gomel-Schützlinge: Anne Grothaus (links) und Dagmar zur Nedden. Foto: Christoph Franken

Melle. Bislang haben sich in Melle noch keine Gasteltern gemeldet, die im nächsten Jahr für vier Wochen Kinder aus der Tschernobyl-Region Gomel aufnehmen wollen. Die Zeit drängt, weil am 3. Januar Meldeschluss ist.

Einen entsprechenden Aufruf hatten Dagmar zur Nedden und Anne Grothaus für das Meller Vorbereitungsteam gestartet. Anne Grothaus verwies am Mittwoch auf den Meldetermin. Der sei wegen der starren Visabedingungen Weißrusslands und des hohen Organisationsaufwandes nicht verlängerbar. Auch an der Vier-Wochen-Frist für den Aufenthalt sei nicht zu rütteln, weil die Kinder grundsätzlich nur ein auf diesen Zeitraum festgelegtes Visa erhielten. Sie sind zwischen acht und vierzehn Jahren alt. Die Kinder aus der kontaminierten Region Gomel, sollen sich vom 31. Mai (Mittwoch) bis 28. Juni (Mittwoch in Melle erholen können. In dieser Zeit ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 14 Uhr ein Betreuungsprogramm organisiert.

Immer zu zweit

Die Gasteltern werden gebeten, jeweils zwei Kinder aufzunehmen. „Das hat sich als am Besten erwiesen und ist sowohl für die Kinder als auch die Gasteltern einfacher“, berichtete Anne Grothaus aus ihren Erfahrungen. Außerdem seien manche der Kinder mit acht Jahren auch noch sehr jung und bräuchten jemanden, mit dem sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten können.

Die Meller haben gegenüber der Landeskirche Plätze für 45 Kinder angemeldet und hoffen darauf, dass die „Stamm-Gasteltern“ wieder zu Verfügung stehen. Aber sicher sei das nicht und daher ist jede Meldung willkommen.

Infos: 05422/5659 (vormittags) oder 05402/5385. Mail: af.grothaus@t-online.de


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