28.11.2016, 15:38 Uhr

Aktion von Polizei und Stadt Häusliche Gewalt: Auch in Melle gibt es Hilfe

Aufmerksamkeit erregte der Stand mit dem Polizeiwagen auf dem Marktplatz. Foto: Malte BuschAufmerksamkeit erregte der Stand mit dem Polizeiwagen auf dem Marktplatz. Foto: Malte Busch

Melle. Eine Aktion der Polizei auf dem Meller Marktplatz richtete sich explizit gegen Gewalt gegen Frauen, die oft zu Hause stattfindet.

Daher rührt auch der gängige Begriff „häusliche Gewalt“. Häufig bleiben solche Gewalttaten unentdeckt. Denn die meist weiblichen Opfer trauen sich nicht, darüber zu sprechen, oder ihnen fehlt der richtige Ansprechpartner. So bleiben Tat und auch Opfer oft im Dunkeln versteckt. Um sprichwörtlich Licht in dieses Dunkel zu bringen, verteilten die Kontaktbeamtin des Polizeikommissariats, Annette Fangmeyer, und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Marita Feller am Samstagmorgen Karten und kleine Taschenlampen auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus.

Viele Ansprechpartner

Optischen Eindruck machte dabei ein Polizeiwagen, der vor dem der Stand aufgebaut worden war. Als Folgeaktion auf den Tag gegen Gewalt an Frauen am Tag zuvor mit dem Leitspruch „Nein zu Gewalt an Frauen“, war das Motto auf den Karten und Aufstellern entsprechend „Nein zu häuslicher Gewalt“. Neben der Bildsprache der Taschenlampe dienten die Karten dazu, von Passanten mitgenommen und weiterverteilt zu werden. Die Karten sollen Betroffene ermutigen, sich an die verschiedenen Ansprechpartner und Beratungsstellen zu wenden. „Opfer können sich aber auch beim Polizeinotruf Hilfe holen“, betonte Annette Fangmeyer. Und Marita Feller verwies auf die offiziellen „Beratungs- und Interventionsstellen für Opfer Häuslicher Gewalt“ des Landkreises und der Stadt Osnabrück. Außerdem gebe es mit der „faust“ ein Fachzentrum gegen Gewalt sowie für Täterarbeit und Opferschutz. Auch dort werde Hilfe angeboten.


0 Kommentare