24.11.2016, 06:00 Uhr

Entscheidet Gutachten? Missglückt? Streit um Meller Tattoo geht weiter

Der Streit um ein Tattoo, dass sich eine Bielefelderin in einem Studio in Melle stechen ließ, geht in die nächste Runde. Jetzt soll ein Gutachter bestellt werden. Foto: colourbox.comDer Streit um ein Tattoo, dass sich eine Bielefelderin in einem Studio in Melle stechen ließ, geht in die nächste Runde. Jetzt soll ein Gutachter bestellt werden. Foto: colourbox.com

Melle. Der Streit um ein Tattoo, dass eine Bielefelderin in einem Studio in Melle stechen ließ, geht wohl in die nächste Runde. Der Tätowierer lehnt eine Einigung ab. Jetzt wird voraussichtlich ein Gutachter bestellt.

Eine Bielefelderin hatte sich in einem der Meller Tattoo-Studios einen Kolibri mit drei Blüten stechen lassen. Sie hatte dies jedoch nach mehreren Sitzungen abgebrochen, weil es während des Stechens zu Blutungen gekommen war. . (Weiterlesen: Bielefelderin klagt wegen Blutung bei Meller Tätowierer)

Der Tätowierer sagt, Schuld daran seien Medikamente, die die Frau genommen habe. Nach Auffassung der Klägerin wurde das Tattoo schlecht gestochen. Jetzt wird wohl ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Frage zu klären.

Tattoo überstochen

Die Frau hatte das ursprüngliche Tattoo schließlich von einem Detmolder Tätowierer überstechen lassen und von dem Tätowierer aus Melle insgesamt 1.970 Euro gefordert. Nachdem sich die Parteien zuvor nicht außergerichtlich einigen konnten, schlug das Gericht eine Einigung vor: Der Beklagte solle der Frau 1000 Euro zahlen, damit seien alle Forderungen abgegolten.

Gegenüber unserer Redaktion sagte der Tätowierer aus Melle jedoch, dass er sich darauf nicht einlassen wolle. Er sei zuversichtlich, den Prozess zu gewinnen. Er habe keine Fehler gemacht. Den Namen seines Studios wollte er in diesem Zusammenhang aber trotzdem lieber nicht in der Berichterstattung lesen.

Bevor das Gutachten in Auftrag gegeben wird, muss zunächst von der beweispflichtigen Partei ein Auslagenvorschuss gezahlt werden, das heißt, es muss ein Vorschuss auf die Kosten des Gutachtens bezahlt werden.

In der Beweispflicht ist in diesem Fall die Kundin, die mit der Tätowierung unzufrieden ist, sagte der Gerichtssprecher auf Anfrage.


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