21.11.2016, 18:13 Uhr

„Bachelor of Engeneering“ Meller Berufsakademie feiert 15 Jahre Duales Studium


Melle. Die Berufsakademie Melle (BA) hat 15 Jahre Duales Ingenieurstudium im Forum der Express Küchen (Nolte Gruppe) gefeiert. Dort trafen sich Unternehmer, Politiker, Sparkassenvorstände und Mitglieder des Stiftungsrates mit 16 ehemaligen Absolventen, die von ihrem beruflichen Werdegang berichteten.

„200 Absolventen und 40 Dozenten in 16 Jahrgängen“ – Claus-Dieter Brinkmann blickte in seiner Begrüßungsrede als Vorsitzender des Trägervereins auf Historie und etliche Gründerväter, darunter auch Georg Nolte, zurück. Der eigenständigen Ausbildung von Fach- und Führungskräften komme insbesondere für die Möbelbranche eine hohe Bedeutung zu.

Als zweiten Grund zum Feiern nannte Brinkmann die seit zehn Tagen vorliegende schriftliche und damit offizielle Akkreditierung vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover für den Studiengang „Bachelor of Engineering“.

Das anschließende Podiumsgespräch moderierte Joachim Martin. Der Akademie-Direktor plant bis zum Jahr 2022 eine Verdoppelung der Studentenzahlen und wies in diesem Zusammenhang auf die notwendige Finanzierung hin. Bisher sei das Budget mit Studiengebühren und Fördergeldern gerade so geregelt.

Martin gab unter anderem Fragen nach Bedeutung, Entwicklung und zukünftigem Standort der BA in die Runde der Vorstandsmitglieder und Politiker. „Die Berufsakademie ist Herz und Zentrum für die Holz- und Möbelindustrie, auch über den regionalen Raum hinaus“, erklärte Landrat Michael Lübbersmann. Die hervorragende Ausbildung der praxisorientierten Fachkräfte erfahre hohe Achtung und Wertschätzung.

„Unsere mittelständischen Unternehmen kommen fast immer aus kleinen Anfängen und benötigen daher für die Zukunft ein gutes Management.“ Bürgermeister Reinhard Scholz hob die Bedeutung des Studiums als Schnittstelle für den Wirtschaftsstandort Melle zwischen niedersächsischen und westfälischen Städten hervor.

„Mit einer guten Bildungsinfrastruktur holen wir junge Leute in die Stadt“, betonte Frank Finkmann. Der Vorstandsvorsitzende übergab gemeinsam mit dem Landrat den Förderpreis der Sparkassenstiftung im Osnabrücker Land in Höhe von 100 000 Euro.

Manfred Wippermann, Vorstandssprecher der Nolte-Gruppe, erinnerte an das überdurchschnittliche Wachstum der Branche von fünf Prozent. Dank guter Exportchancen sei auch die Beschäftigungslage sehr gut. Das bestätigten 16 ehemalige Studenten aus sämtlichen Jahrgängen anschließend in Einzelinterviews.

Sie waren aus Leer, Münster und anderen Städten angereist, um bei der Geburtstagsfeier dabei zu sein. Viele absolvierten zunächst eine Tischlerlehre, studierten dann und freuten sich anschließend über gute Jobs. So erlebte es auch

Katharina Sontag aus dem neunten Jahrgang, die heute als Produktionsleiterin bei Express Küchen in Bruchmühlen arbeitet.

Einer der ersten BA-Studenten war Hendrik Zahnert, der heute in Riemsloh wohnt und bei Häcker Küchen in Rödinghausen als Produktionsleiter arbeitet. Der Vater des gebürtigen Frankfurters las vor 15 Jahren in der FAZ von der Gründung der Berufsakademie und meinte damals zu seinem Sohn: „Das wäre doch was für dich.“

Das war ein sehr guter Tipp. Hendrik heiratete die Schwester eines Kommilitonen und ist heute rundum zufrieden.


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