06.11.2016, 15:03 Uhr

400 Zuhörer bejubeln den Chor Tuning Forks aus Melle feiern Volljährigkeit


Melle. Der Chor „Tuning Forks“ ist jetzt volljährig, aber erziehen lassen wollen sich die Sänger und Sängerinnen immer noch nicht: „We don’t need no education ...“ sangen die Chormitglieder und das Publikum sang, angefeuert von Chorleiterin Silvi Wessler, kräftig mit.

Den Song „Another Brick in the Wall“, der im Pink-Floyd-Original von einem Schüler-Chor begleitet wird, brachten die Tuning Forks zwar erst als Zugabe auf die Bühne, aber er gehörte zweifellos zu den Höhepunkten des Geburtstags-Konzertes. Für den Solo-Gesang sorgte dabei Steve Kennedy, der ansonsten den Chor auch an der E-Gitarre begleitete.

Es muss nicht immer ein Jubiläum oder runder Geburtstag sein: Zur Feier ihres 18. Geburtstages und ihrer „VollYEAHrigkeit“ hatten die „Tuning Forks“ in den Festsaal am Schürenkamp eingeladen - 400 gut gelaunte Fans waren gekommen, schwenkten leuchtende Bändchen, feierten, klatschten und sangen phasenweise mit.

Erstaunlich breites Spektrum

Das abwechslungsreiche Konzert führte durch die Geschichte des Chores, ehemalige Chormitglieder kamen bei Liedern aus der Anfangszeit nochmals mit auf die Bühne. Geboten wurde dann ein erstaunlich breites Spektrum verschiedenster Musikstile - von lustigen deutschen Liedern und Oldies über neue deutsche Welle, Rock und Pop bis zu Blues und Jazz. Teilweise wurden die Lieder A-capella vorgetragen, teilweise mit Begleitung von den Musikern Andreas Sindt am Bass, Uwe Uecker am Schlagzeug, Martina Bruns und Holger Lumme am Piano.

Vom Publikum bejubelte Einlagen („Dance with Somebody“, „Take me to church“) mit Chorbegleitung präsentierten die „Special Guests“ Cornelius Brylankowski (Gesang und Klavier) und Sven Dankelmann an der E-Gitarre, die schon oft gemeinsam mit den Tuning Forks aufgetreten waren. Mit „With a little help of my friends“ brachte Chorsängerin Carrie Gerner – trotz Erkältung - Festsaal sorgte ebenso Christian Landmeier mit seinem furiosen Solo „Pinball Wizard“.

Zwischendurch traten auch eine Siebener-Combo und weitere kleine Gesangs-Gruppen vor das Publikum. Die im kleinen Kreis einstudierten Songs sorgten für noch mehr Abwechslung im Programm. So besangen Susanne Trippe, Daggi Landmeier und Katja Langkopf mit einer gefühlvollen Ballade die Bier- und Weinseligkeit und ihre Folgen.

Erwachsen oder nicht?

Ob der seit 18 Jahren bestehende Chor nun erwachsen ist oder doch nicht, konnte beim Geburtstagsfest, das auch nach dem Konzert im Foyer noch fortgesetzt wurde, nicht eindeutig geklärt werden. Viele der heute aktiven Sänger und Sängerinnen waren schon dabei, als der Chor im September 1998 von Bettina Landmeier gegründet wurde. Das gilt auch für die heutige Chorleiterin Silvi Wessler, die 2008 Chorsprecherin wurde und 2011 die Leitung des Chores übernahm.


0 Kommentare