20.10.2016, 10:38 Uhr

„Deutschlandweit einmalig“ Offener Kleiderschrank in den Meller BBS übergeben

Schüler und Lehrer gestalteten den „Offenen Kleiderschrank“ an den BBS.

            
Foto: Christina WiesmannSchüler und Lehrer gestalteten den „Offenen Kleiderschrank“ an den BBS. Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. In den Berufsbildenden Schulen (BBS) gibt es nun einen „Offenen Kleiderschrank“. Das Prinzip ist denkbar einfach und vor allem kostenlos: Wer gut erhaltene Kleidung hat, hängt sie hinein. Wer etwas sucht, nimmt es sich heraus. Fertig.

Initiiert haben das Projekt Lehrerin Birthe Sander und Schüler der BBS.

Die Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenten (Klasse eins) hat das Thema „Kleiderkonsum“ im Unterricht erarbeitet und Plakate gestaltet, die nun neben dem Kleiderschrank hängen. Darauf zu sehen: Der Weg, den die Kleidung macht, bis sie im Laden hängt und die damit verbundenen, oftmals der Öffentlichkeit unbekannten Nebenwirkungen.

Birthe Sander weiß, dass Kleidung das umsatzstärkste Konsumgut im Non-Food-Bereich ist. Mehr als 62 Milliarden Euro sind laut Statistik in der Republik im vergangenen Jahr für Kleidung ausgegeben worden.

Mit dem Offenen Kleiderschrank setzen die Schüler der BBS ein Zeichen gegen stetig wachsenden Konsum. „Bei ebay-Kleinanzeigen haben wir einen alten Kleiderschrank für 15 Euro gekauft“, erzählt Birthe Sander. Der Schrank wurde von der Berufseinstiegsklasse (BES 4) mit Lehrer Martin Kasselmann im Holztechnikunterricht aufgearbeitet und mit kreativem Geschick in einen schmucken Kleiderschrank umgewandelt.

Nach Größen sortiert hängen die ersten Kleidungsstücke darin – alle in ordentlichem Zustand, gewaschen und unbeschädigt und bereit, weiter getragen zu werden. „Die Idee ist – soweit ich das recherchieren konnte – deutschlandweit bislang einmalig“, betonte Birthe Sander.

Die ressourcenschonende Variante, die zudem Rücksicht auf Geldbeutel und Umwelt nimmt, steht allen an den BBS ab sofort zur Verfügung. Das gelungene Projekt begrüßt auch Schulleiter Hermann Krüssel: „Wir freuen uns, wenn diese tolle Aktion sich durchsetzen kann.“


1 Kommentar