25.07.2016, 11:01 Uhr

Die Sonne überstrahlt Westhoyel Melle: Hitze im Backhaus, Erfrischung in der Mühle


Riemsloh. Am Sonntag kamen zahlreiche Besucher zum Mahl- und Backtag an der Westhoyeler Windmühle in Melle-Riemsloh.

Zum Mahl- und Backtag an der Westhoyeler Windmühle kamen am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad zahlreiche Besucher.

Butterkuchen und Streuselkuchen und Brote belegt mit Mettwurst, Käse oder Schmalz zählen bei den Mahl- und Backtagen, die der Verein zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle regelmäßig durchführt, zu den kulinarischen Klassikern. Und die ließen sich die Besucher am Sonntag wieder schmecken.

Viele alte Obstsorten

Beim nostalgischen Eisfahrrad von Barbara Sprehe waren bei dem tollen Sommerwetter kühle und süße Erfrischungen gefragt. Neben Erdbeer-, Vanille- und Schokoladeneis gab es auch den „Mühlenbecher“, den sich Udo Schulte und Ingo Klausmeyer im Schatten unter einem Baum schmecken ließen. „Ja, hier lässt es sich aushalten“, waren sich beide einig und sogar Hündin Nika schien es dort gut zu gefallen.

Marmeladen und Chutneys, Senf, Wein und Liköre gab es am Stand der Neuenkirchenerin Elke Walkenhorst. „Alles selbst gemacht“, erzählte sie schmunzelnd, „ich habe einen großen Garten um mein Hexenhäuschen herum, in dem viele alte Obstsorten wachsen.“

Über ihren selbst gemachten Likör verriet sie: „Das ist der gute alte Aufgesetzte nach einem alten Rezept meiner Mutter.“

Lose für guten Zweck

Am Stand nebenan gab es Lose für den guten Zweck bei Karla Krug und Manuela Deutschmann. „Wir kommen aus Preußisch Oldendorf und sind zum ersten Mal hier dabei“, freuten sie sich. Der Erlös aus dem Verkauf der Lose geht an den Verein „Ärzte ohne Grenzen“, die Helfer nehmen die Gelder direkt mit zu ihren Einsätzen, wie Karla Krug berichtete. „Davon wird dann vor Ort das gekauft, was gebraucht wird“, erzählte sie. Als Preise gab es selbst gebastelte Sachen, die beiden Frauen hatten aber auch noch Ketten, Karten und gehäkelte Babyschuhe im Angebot.

Fast schon unerträglich heiß war es dagegen im Backhaus. „34 Grad“, verrieten die ehrenamtlichen Bäcker des Vereins und verrichteten weiter tapfer ihre Arbeit. Viel kühler ging es dagegen im Inneren der Mühle zu, was nicht wenigen Besuchern gut gefiel.

Im Fokus standen am Sonntag auch das alte Handwerk des Scherenschleifens und leckerer Honig von Bienen aus dem Grönegau.

Für viele war es allerdings am schönsten, einen lauschigen Platz im Schatten mit Blick auf den Westhoyeler Wallholländer und die gelben Getreidefelder drum herum zu haben. Denn so lässt sich der Sommer in Westhoyel schließlich besonders genießen.


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