17.06.2016, 16:28 Uhr

40 Jahre Ehrenamt gewürdigt Melle: Bundesverdienstkreuz für Günter Oberschmidt

Unmittelbar nach der Verleihung: Günter Oberschmidt (Mitte) mit seiner Frau Hedda und Landrat Michael Lübbersmann. Foto: Christoph FrankenUnmittelbar nach der Verleihung: Günter Oberschmidt (Mitte) mit seiner Frau Hedda und Landrat Michael Lübbersmann. Foto: Christoph Franken

Melle. Bundespräsident Joachim Gauck hat Günter Oberschmidt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die hohe Ehrung nahm Landrat Michael Lübbersmann am Donnerstagabend im historischen Rathaus vor.

Damit wird Oberschmidts 40-jähriges ehrenamtliche Engagement geehrt, das heute überwiegend mit seinem Einsatz als Kommunalpolitiker, Ortsbürgermeister von Riemsloh und Vorsitzender des Vereins zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle in Verbindung gebracht wird. Lübbersmann erinnerte in seiner Laudatio aber auch daran, dass Oberschmidt sich bereits 1972 im Vorstand des TSV Riemsloh engagiert hat. So trieb er unter anderem die Gründung einer Tennisabteilung voran und organisierte Jugendfreizeiten mit. Außerdem ist er stv. Vorsitzender im Bürgerverein Riemsloh.

„Aber es ist niemand anderem als Günter Oberschmidt zu verdanken, dass die Windmühle in Westhoyel als kulturhistorisches Denkmal uns auch heute noch begeistert“, leitete der Landrat auf das Projekt über, dass Oberschmidt seit 1985 anpackt. Aus der damaligen Ruine sei heute eine überregionale Attraktion geworden. Zusätzlich sei Oberschmidt auch noch im Vorstand der Mühlenvereinigung Niedersachsen-Bremen aktiv.

Lübbersmann ging dann auf die kommunalpolitischen Verdienste Oberschmidts ein. „Kommunlapolitik: Ein ehrenamtliches Engagement, das oft mit dem Kampf gegen Windmühlenflügel verglichen wird, ohne dass unser Gemeinwesen aber nicht funktionieren würde“, sagte Lübbersmann unter dem Schmunzeln der Festversammlung. Zu ihr gehörten Familienmitglieder Oberschmidts ebenso wie politische Weggefährten. Lübbersmann ließ den politischen Werdegang des Geehrten als Mitglied des Ortsrates 1981 bis hin zum stv. Vorsitzenden des Stadtrates Melle heute Revue passieren. „Sie sind ein kommunaler Zehnkämpfer und wir alle ihnen zur Dankbarkeit verpflichtet“, hob der Landrat unter Beifall hervor.

Bürgermeister Reinhard Scholz dankte Oberschmidt und seiner Frau Hedda mit persönlichen Worten. Er zielte auf den Vorbildcharakter des Geehrten ab und ergänzte die Ausführungen seines Vorredners: „Nicht nur Riemsloh wäre ohne Günter Oberschmidt nicht das Riemsloh, wie wir es heute kennen. Auch die Stadt Melle hätte sich ohne dein Mitwirken, lieber Günter,

sicherlich nicht so positiv entwickelt, wie wir sie heute vorfinden.“ Scholz lobte die „leise und unaufdringliche Art“, mit der Oberschmidt seine Ziele erreiche.

Ratsvorsitzender Siegfried Göhner, der die Ordensverleihung angeregt hatte, dankte Hedda Oberschmidt und dem Vorstand des Mühlenvereins für ihre Arbeit zur Unterhaltung der Windmühle.

Der frischgebackene Träger des Bundesverdienstkreuzes verwies auf die Arbeit seiner Mitstreiter. „Motor zu sein ist das eine. Aber es bedarf vieler Aggregate, damit er auch rund läuft“, wählte der Dipl.-Ingenieur ein passendes Beispiel. Sehr persönlich fiel Oberschmidts Dank an seine Frau Hedda aus. Er bezog seine Schwiegermutter, die in der Mühle mithilft, und Jan Petering als seinen Vertreter im Mühlenverein in den Dank mit ein.


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